Nichts ist beim Künstler Hansruedi Schmid Programm. Die Offenheit gegenüber seiner Umwelt deckt ihn täglich mit neuen Eindrücken zu. Oftmals erwacht er morgens angefüllt mit Bildern, die sich jedoch in der helle des Tages wieder verflüchtigen.
Natur und Natürlichkeit
Auf der Suche nach diesen verlorenen Welten setzt er sich vor die weisse Leinwand. Doch dann weist dem Gefühlsmenschen Hansruedi Schmid die rechte Hand ganz unvermittelt den Weg, einem Strich folgt der nächste. Es dauert oftmals lange, bis das Ziel erreicht ist. So vielfältig wie sich den Betrachtern seine Bildwelten im Aussen präsentieren, so farbig, vielschichtig ist auch die Person Hansruedi Schmid, wie ihn René Gauch in seiner Laudatio treffend zeichnete.
Während seiner Ausbildungszeit in Glarus zum Schaufensterdekorateur besuchte er wöchentlich die Kunstgewerbeschule in Zürich. Diese Stunden ausserhalb des einengenden Seins in unserer Bergwelt bewirkten schon früh in ihm ein vorerst nur zaghaftes Gefühl von Befreiung. Diesem Drang nach Weite folgte er konsequent und ermöglichte ihm auch, all seine vielschichtige Persönlichkeit frei zu entfalten. Im Beruf als Gestalter von Flächen und Räumen kam seine ihm angeborene Kreativität voll zum Tragen und fand in seiner damals spärlichen Freizeit mehr und mehr auch Ausdruck in seinen Bildern. So wie er sich als Bildner seiner Werke unabhängig gegenüber jeglichen Kunsttrends bis heute erweist, so bewegt er sich auch frei in der Musik. Denn schon als Kind erlernte er das Violinspiel und seit dann ist die Musik seine ständige Begleiterin: Sei dies seine kleine Mundharmonika, der er jazzige Töne entlockt oder wie bei einem längeren Spanienaufenthalt die Gitarre, zuhause das Klavier oder ganz profan seine Stimme.
Die gewinnende und liebenswerte Art von Hansruedi Schmid beeindruckt vor allem durch seine Offenheit und Befreiung aller gesellschaftlicher Einengungen. So wie er die Natur in seiner Ganzheit liebt, ist seine Natürlichkeit als Person wie auch durch seine Bilder wahrnehmbar im Aussen als Echtheit.
Die Ausstellung im Schützenhaus Glarus dauert noch bis zum 8. Februar und ist von Mittwoch bis Samstag ab 08.30 Uhr und sonntags ab 09.30 Uhr zu besuchen.





