Beide Teams fanden gut in die Begegnung und agierten von Beginn an mit viel Tempo. Bereits nach sieben Minuten kamen die Gäste zu einem Handelfmeter, nachdem die Glarner den Ball nicht entscheidend aus der Gefahrenzone klären konnten. Der Schütze verwandelte mit etwas Glück zur frühen Führung für Ebnat-Kappel – Torhüter Dürst war zwar noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte den Treffer jedoch nicht verhindern.
Die Antwort der Hausherren liess nicht lange auf sich warten. Unbeeindruckt vom Rückstand zog der FC Glarus sein gewohntes Spiel auf und wurde in der 14. Minute belohnt: Andrea Contardi spielte einen perfekten Steilpass auf Miro Jenny, der alleine vor dem Tor cool blieb und zum 1:1 ausglich.
In der 25. Minute drehte das Heimteam die Partie endgültig. Mehmeti bediente Gabriel vor dem Strafraum, dieser legte sehenswert mit der Hacke auf den hinterlaufenden Jenny ab, der souverän zur 2:1-Führung einschob. Nur sieben Minuten später schlugen die Glarner erneut zu. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schaltete das Heimteam blitzschnell um, Koyun steckte ideal auf Jenny durch, und der Topscorer vollendete zum lupenreinen Hattrick und zum 3:1-Pausenstand.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Glarus tonangebend. Nach einem weiteren Ballgewinn vor dem gegnerischen Strafraum wurde Miro Jenny erneut lanciert. Der Angreifer setzte sich im Laufduell gegen seinen Gegenspieler durch und erzielte mit einem gefühlvollen Lupfer sein viertes Tor des Nachmittags – ein weiterer Höhepunkt einer überragenden Vorstellung.
Zur Stundenmarke brachte Trainer Cescato Rouven Dubacher ins Spiel, und der Joker stach prompt. Nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung erhöhte Dubacher auf 5:1. In der Folge verloren die Stadtglarner allerdings etwas die Konzentration und liessen die nötige Konsequenz vermissen. Dies nutzten die Gäste eiskalt aus und verkürzten innerhalb von zehn Minuten auf 5:3.
Den Schlusspunkt setzte jedoch erneut der FC Glarus: Nach einem schnörkellosen Angriff landete der Ball bei Dubacher, der entschlossen abzog und zum 6:3-Endstand einnetzte.
Nach drei Spielen ohne Gegentreffer mussten die Glarner zwar wieder einmal drei Tore hinnehmen, offensiv demonstrierte das Team von Trainer Cescato jedoch eindrucksvoll seine Dominanz und Durchschlagskraft. Mit dem sechsten Sieg in Folge untermauerte der FC Glarus seine Aufstiegsambitionen eindrücklich. Da Verfolger Rapperswil-Jona gegen den SC Aadorf nicht über ein Unentschieden hinauskam, wuchs der Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz auf komfortable neun Punkte an.





