FC Glarus unterstützt Waisenhaus auf Madagaskar

Was soll man mit den alten Vereinstrainer, welche noch im Material-Lager liegen, machen?

Der FC Glarus wollte damit gezielt Kindern helfen und fand über den Präsidenten des 50er-Clubs, Röbi Marti, in der Organisation ADES (www.adesolaire.org) und Dagobert Froebel einen Partner, welcher garantiert, dass diese Kleidung den richtigen Personen zukommt.

 




Dagobert Froebel schrieb: Eins der ganz grossen Ereignisse jedoch war die Verteilung der Trainer vom FC Glarus. Es war eine riesen Sache. Alle waren aus dem Häuschen, tanzten, sangen und waren überglücklich und sehr, sehr stolz. Die meisten müssen noch etwas hineinwachsen und die Kleinsten haben erst das Oberteil erhalten. Sie haben sich extrem gefreut und bedanken sich sehr bei den Sponsoren. Natürlich haben sie auch noch ein paar Fussbälle erhalten, aber leider haben wir keine Pumpe gefunden, um sie aufzublasen. Die muss ich ihnen noch besorgen. Hier in Madagaskar sind alle Fussball-verrückt (Knaben wie Mädchen).

Madagaskar ist die viertgrösste Insel der Welt. Die riesige Fläche allein ist aber nicht der Grund, warum Madagaskar auch als «sechster Kontinent» bezeichnet wird. Es ist die ungeheure Zahl der Tiere und Pflanzen, die nur hier und nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Zu den Schätzen Madagaskars gehören dichte Regenwälder und tropische Strände, erhabene Baobabs, kulleräugige Tiere und freundliche Menschen. Aber das Naturparadies ist bedroht: Die Armut der Menschen frisst den natürlichen Reichtum der Insel nach und nach auf.
Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Ausbeutung in den Zeiten der Kolonialherrschaft und die korrupten Regierungen späterer Jahre haben dazu geführt, dass mehr als zwei Drittel der Madagassen unter der Armutsgrenze leben. Seit Jahren gibt es nicht genug Nahrung auf der Insel, Madagaskar muss vieles importieren, auch das Hauptnahrungsmittel Reis.

Madagaskar ist ein Land, das nach westlichen Standards in Armut lebt. Es gehört im internationalen Vergleich zu den ärmsten Ländern der Welt und gilt dementsprechend eindeutig als Entwicklungsland. Viele Menschen haben weniger als einen Dollar, der ihnen pro Tag zum Überleben zur Verfügung steht, und vor allem die Kinder leiden unter dieser Armut sehr.
Bettelnde Kinder mit traurigen Augen oder auch Kinderprostituierte gehören in vielen Regionen Madagaskars, vor allem aber in der Hauptstadt Antananarivo längst zum Stadtbild dazu. Westliche Standards in punkto Erziehung, Bildung oder Gesundheitssystem sind von Madagaskar noch Lichtjahre entfernt.