FC Glarus zu Gast beim Aufsteiger

Am Sonntagnachmittag bestreitet der FC Glarus beim Aufsteiger in Wattwil ein wegweisendes Spiel. Gelingt es dem Hauptstadtverein Tore zu schiessen, um die nötigen Punkte nach Hause mitzunehmen?



Am Sonntagnachmittag bestreitet der FC Glarus beim Aufsteiger in Wattwil ein wegweisendes Spiel. (Archivbild: Edi Huber)
Am Sonntagnachmittag bestreitet der FC Glarus beim Aufsteiger in Wattwil ein wegweisendes Spiel. (Archivbild: Edi Huber)

Wenn die letzten Spiele des FC Glarus betrachtet werden, gibt es eine Parallele zur Schweizer Fussballnationalmannschaft. Es werden zwar viele Torchancen kreiert, aber am Schluss hat der Gegner mehr Tore erzielt. Was kann dagegen getan werden, dass Glarus, welches bisher am wenigsten Tore verbucht hat, endlich wieder Tore macht? Was sind die Gründe? «Wir spielen nur mit einer nominellen Sturmspitze. Das hat Vor- und Nachteile. Wir haben zwar ein ziemliches Übergewicht im Mittelfeld, müssen aber auch zusehen, dass wir Leo Russo im Angriff besser unterstützen. Warum wir so wenig Tore schiessen, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel», so Sebastian Hertings Antwort auf diese Frage. Der FC Glarus hat die Chancen, hat die Spieler, hat auch den Willen, die Mannschaft hat Herz und Charakter. Umso mehr tut die Niederlage am letzten Samstag gegen Tägerwilen weh. «Das Spiel gegen Tägerwilen war allgemein auf einem eher tiefen Niveau. Positiv war, dass wir dem Gegner über 90 Minuten eigentlich keine richtige Torchance aus dem Spiel heraus zugelassen haben. Aber trotzdem haben wir 1:2 verloren, was natürlich sehr bitter ist. Aber auf dem Abwehrverhalten können wir sicherlich aufbauen, nur müssen wir in der Offensive einfach noch zulegen», lautet Captain Simon Schiessers Fazit.

Unnötige Niederlage gegen Tägerwilen

Tägerwilen war zwar physisch eine starke Mannschaft, musste aber knapp eine halbe Stunde in Unterzahl spielen, dennoch fanden die Hauptstädter kein Mittel, um die Abwehr massiv unter Druck zu setzen. Eine Niederlage, welche absolut nicht nötig gewesen wäre. Dies sieht auch Herting so: «Sicher hätten wir diese drei Punkte einfahren müssen. Wir hatten nach dem Rückstand genügend Zeit, diesen wettzumachen. Bis auf zwei gefährliche Einwürfe und einen Freistoss haben wir kaum etwas zugelassen. Die zweite Halbzeit lief quasi komplett in der gegnerischen Hälfte ab. Umso frustrierender ist dann das Endresultat. Wir dürfen jetzt aber nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern müssen weiter an unseren Fähigkeiten arbeiten und konzentriert bleiben. Der Knoten wird platzen und unser Engagement wird sich in den nötigen Punkten widerspiegeln.»

Wichtiges Spiel gegen Wattwil

Nun gilt allerdings das Hauptaugenmerk dem nächsten Gegner. Mit dem FC Wattwil-Bunt spielt Glarus gegen einen Aufsteiger. Die Toggenburger sind souverän aus der 3. Liga aufgestiegen mit 14 Punkten Vorsprung! Dass eine Liga weiter oben ein anderer Wind weht, musste Wattwil bereits feststellen. Nach einem guten Auftakt mit 4 Punkten in den ersten beiden Spielen, klappte nichts mehr. Seitdem gingen alle Spiele, 6 in Folge, verloren und man ist auf den Boden der Tatsache, sprich am Tabellenende, angelangt. Dies sind allerdings keine Gründe den Gegner zu unterschätzen, steht für die Cescato-Elf ein wichtiges Spiel auf dem Programm. Mit einem Sieg könnte Wattwil distanziert werden. «Ob wir Wattwil mit einem Sieg distanzieren oder nicht, spielt keine Rolle. Für mich wichtiger erscheint, dass wir nach den zwei zuletzt unglücklichen Niederlagen nun beim nächsten Spiel als Sieger vom Platz gehen, egal gegen wen wir spielen. Aber klar, gegen einen direkten Tabellenplatzgegner ist es immer noch ein bisschen wichtiger zu gewinnen», analysiert Schiesser das nächste Spiel. Mit jedem Sieg bzw. jedem Punkt könnte sich Glarus von unten entfernen.

«In den letzten vier Spielen wären 10 Punkte möglich gewesen. Es sind leider nur 3 geworden. Sicher ist das Spiel gegen Wattwil ein wichtiges, aber wir brauchen keinen zusätzlichen Druck, sondern die Überzeugung, dass wir genügend Tore schiessen werden, um die Liga zu halten und auf einem gesicherten Mittelfeldrang zu landen. Dies ist unser Ziel», meint Herting mit Blick auf die weiteren Spiele.

Fast alle Spieler an Bord – Zimmermann gesperrt

Leider wird Mario Zimmermann am Sonntag nicht mitspielen können, da er nach seiner 4. Gelben Karte gesperrt ist, ebenso ist Caduff weiterhin verletzt. Dafür kehren Frei, Treveri und Widmer in die Mannschaft zurück. Vieles spricht deshalb für den FC Glarus, dass es endlich mit dem Toreschiessen wieder klappt. Spielt man doch gegen die schwächste Abwehr der Gruppe, zudem hat die Schweizer Nationalmannschaft, um wieder auf diese zurückzukommen, am Dienstag gegen Wales bewiesen, dass sie doch noch Tore machen kann.

Fussball, 2. Liga Regional: FC Wattwil-Bunt – FC Glarus, Sonntag, 17. Oktober 2010, 14.00 Uhr, Sportplatz Grüenau, Wattwil.