Die Linth-Spieler hatten von Beginn weg Mühe, auf dem kleinen Platz zu kombinieren. Sie hatten weniger Zeit und Raum und mussten somit oft mit weiten Bällen agieren. Diese Zuspiele in die Spitzen waren vorerst eine sichere Beute der Zürcher. Die Seefelder waren sich gewohnt auf engem Raum zu spielen und versuchten mit schnellen Seitenwechseln zum Torerfolg zu kommen. Aber auch sie waren nicht gefährlich. Der Platz war zu eng und die beiden Verteidigungen waren Herr der Lage. So wurde schnell einmal ersichtlich, dass die Partie durch Standardsituationen entschieden werden musste. Die erste Torchance war dann auch ein Vranjes-Freistoss: Doch Daniel Feldmann knallte den Ball an Torhüter Cardoso. Die Gastgeber kamen nur wenige Minuten nach der ersten Linth-Chance gefährlich vor Damianovic, doch Piccinni hämmerte den Ball neben das Tor. Nach diesem beiden guten Offensivszenen dauerte es bis zur 22. Minute, als die Glarner zu einer weiteren Chance kamen: Schnyder warf auf Zuber, welcher im Strafraum gefoult wurde, und Daniel Feldmann vewertete souverän. Nach diesem Tor wurde es beim FC Linth hektisch. Die Seefelder versuchten mit ihrer aggressiven und aufsässigen Spielweise, den Glarnern den Schneid abzukaufen, was ihnen auch gelang. Sie kamen zu drei guten Offensivaktionen, doch diese wurden allesamt vergeben.
Ausgleich in letzter Sekunde
Nach dem Seitenwechsel waren die Gelb Schwarzen besser. Sie versuchten den Ball schneller zu spielen und schneller in die Offensive zu wechseln. Mit dieser neuen taktischen Ausrichtung hatten die Zürcher nicht gerechnet und somit auch grosse Mühe. Doch auch der zweite Linth-Treffer entstand aus einer Standardsituation: Daniel Feldmann hämmerte den Ball aus knapp 40 Metern unhaltbar in die Maschen. Der FC Linth 04 wurde nach dieser vermeintlichen Vorentscheidung ein wenig fahrlässig. Es passierten einige unnötige Fehler beim Spielaufbau, was den Zürchern Mut gab, doch nochmals etwas nach vorne zu tun. Und so trafen sie in der 74.Minute nach einem Missverständnis zum Anschlusstreffer. Nach diesem Treffer fingen sich die Glarner wieder auf und Ekubo, Fernandes und Zuber hätten mit sehr guten Konterchancen für die Entscheidung sorgen müssen, doch alle Abschlussversuche waren eine sichere Beute von Cardoso. Aus diesem Grund mussten die Glarner bis zur letzten Sekunde bangen. Und diesmal reichte es nicht: Mit dem Schlusspfiff trafen die Gastgeber nach einem Eckball und einem grossen Durcheinander im Linth-Strafraum zum Ausgleich. Einerseits kann gesagt werden, dass der FC Linth 04 wiederum ein gutes Spiel gezeigt hatte, jedoch die Partie früher hätte entscheiden müssen und anderseits lieben wir den Fussball, weil solche Sachen, wie der Ausgleich in letzter Sekunde, nur im Fussball passieren können.
SVP Schweiz tagte im Glarnerland


