FDP Glarus stärkt Vorstand – und mahnt trotz Millionenüberschuss zur Vorsicht

Die FDP Gemeinde Glarus baut ihren Vorstand aus und blickt nach einem überraschend deutlichen Finanzumschwung wachsam auf die Gemeindefinanzen.



(Bild: zvg)
(Bild: zvg)

Der Blick der FDP Gemeinde Glarus war Anfang April in die Zukunft gerichtet. Im Vorfeld der Hauptversammlung besuchten viele Mitglieder den neuen und nicht nur im Glarnerland einmaligen Batterie-Energiespeicher der tb.glarus in Netstal.
(Herzlichen Dank an Ivania Senti und Pirmin Schneider für die spannende Führung)

Anschliessend ging es im «Bären» vor allem um die Zukunft der Ortspartei selbst. Bei den Gesamterneuerungswahlen wurden mit Roland Goethe als Präsident sowie Pia Lütschg, Erika Nart, Sabrina Strub und Martin Jenny die bisherigen Vorstandsmitglieder wiedergewählt.
«Nicht nur die heute erfreuliche Anzahl an Anwesenden zeigt: Unsere Partei ist gesund und stark für die kommenden Aufgaben», betonte Goethe, bevor er mit Roger Eigenmann und Marc Rhyner zwei neue Kandidaten für den Vorstand präsentieren konnte. Beide wurden einstimmig in das Gremium gewählt.

Im Fokus der Aktivitäten im vergangenen Jahr standen vor allem die beiden Gemeindeversammlungen – und hier insbesondere die finanzielle Lage der Gemeinde sowie die Steuererhöhung.
Umso bemerkenswerter fällt nun die Kehrtwende aus: Der Gemeinderat präsentierte für 2025 einen unerwarteten Gewinn von 4,07 Millionen Franken – budgetiert war ein Verlust von 2 Millionen Franken, was einer Abweichung von über 6 Millionen entspricht.
«Das positive Ergebnis freut natürlich auch uns. Es wird aber sicher auch Begehrlichkeiten wecken.» Für die FDP ist deshalb klar, dass weiterhin genau hingeschaut und bei Bedarf auch kritisch nachgefragt werden muss, damit Notwendiges von Wünschenswertem unterschieden werden kann.

Im laufenden Jahr prägen neben den Gemeindeversammlungen insbesondere die anstehenden Gesamterneuerungswahlen die politische Agenda. Mit der Wiederwahl von Gemeindepräsident Peter Aebli und Gemeinderat René Schönefelder ist der Auftakt auf kommunaler Ebene bereits gelungen. Als nächster Schritt folgen nun die Landratswahlen.
«Wir haben eine attraktive Liste mit fähigen und engagierten Personen. Dennoch braucht es das Engagement der Partei und aller Mitglieder, damit wir mindestens die vier bisherigen Sitze verteidigen können.»