FDP nominiert Remo Goethe für den Gemeinderat Glarus

An der gutbesuchten Hauptversammlung der FDP Glarus haben die rund 30 Mitglieder Remo Goethe für die Gemeinderatswahlen im September nominiert. An der Frühlingsgemeindeversammlung wird die FDP keine Anträge stellen und den Anträgen des Gemeinderates folgen.



Hauptversammlung FDP Glarus (Bild: j.huber)
Hauptversammlung FDP Glarus (Bild: j.huber)

Vor der eigentlichen Hauptversammlung der FDP Glarus am letzten Mittwoch im «Trigonella» in Ennenda wurde Susanne Elmer-Feuz gewürdigt und verabschiedet. Der Abschied aus dem Vorstand der FDP Sektion Glarus markierte hier mit der Aufgabe ihres letzten politischen Amtes den Abschluss einer langen und erfolgreichen Politkarriere. Elmer-Feuz hat in den fast 25 Jahren nicht nur als Landrätin gewirkt und dieses Gremium 2016 - 2017 präsidiert. Sie hat auch die FDP Sektion Glarus sowie die kantonale FDP geleitet. Im Verlauf der Hauptversammlung hat sie aber doch noch einmal die Führung übernommen, da ihr Nachfolger Roland Goethe bei der Wahl des Gemeinderats in den Ausstand trat. Für den freiwerdenden Sitz von Hanspeter Spälti stellten sich mit Jacqueline Jenny und Remo Goethe zwei Persönlichkeiten für die FDP zur Wahl. Die rund 30 Mitglieder der FDP Sektion Glarus entschieden sich nach sorgfältiger Abwägung aller Faktoren für Remo Goethe als offiziellen Kandidaten ihrer Partei. Die Ersatzwahlen finden am 22. September 2024 statt.

Im Anschluss an die Hauptversammlung, in welcher Sabrina Strub neu in den Vorstand gewählt wurde, berieten die Mitglieder die Traktanden der anstehenden Gemeindeversammlung. Im Anschluss wurde insbesondere der Kredit für den Linthsteg diskutiert. Die Verbindung von Ennetbühls mit dem Bahnhof wurde grundsätzlich befürwortet, jedoch wurde die Höhe des Projekts mit fast drei Millionen Franken als zu hoch erachtet. Gerade auch vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage der Gemeinde. Der Gemeinderat hat sich nach der Rückweisung des Projekts an der Gemeindeversammlung im Jahr 2017 dazu entschieden, den Bürgerinnen und Bürgern erneut genau das gleiche Projekt vorzulegen. Es ist bedauerlich, dass der Wunsch der Bevölkerung nicht berücksichtigt wurde. Dennoch erkennt die FDP die Chance, welche der Steg für die Entwicklung im Areal in Ennetbühls und den Bahnhof generell bietet. Die negativ ausfallende Jahresrechnung der Gemeinde müsse man wohl so zur Kenntnis nehmen, vor allem, wenn die Gemeinde ihr Versprechen Einsparpotential zu prüfen wahrmacht. Bei den beiden öffentlich-rechtlichen Institutionen Technische Betriebe Glarus und Cura Unita Glarus ist erfreulich, dass sie sehr positiv abschliessen. Allerdings stellt sich die Frage, bis zu welchem Grad dies erforderlich ist. Es wäre möglicherweise eine Überlegung wert, den Kunden hier etwas zurückzugeben.

Bei den drei Rechnungen wie allen weiteren Geschäften empfiehlt die FDP Sektion Glarus den Anträgen des Gemeinderats und der Geschäftsprüfungskommission zu folgen.