FDP schlägt Monika Trümpi als Oberrichterin vor

An der Delegiertenversammlung der FDP des Kantons Glarus konnte noch kein Nachfolger für Präsident Roland Schubiger gewählt werden. Die Delegierten sagten zudem Nein zu Stimmrechtsalter 16 und wählten Monika Trümpi als Kandidatin für das Obergericht.



Die Delegierten der FDP wählten Monika Trümpi: als Kandidatin für das Obergericht (Bild; ehuber)
Die Delegierten der FDP wählten Monika Trümpi: als Kandidatin für das Obergericht (Bild; ehuber)

Mit Wehmut blickte Kantonalpräsident Roland Schubiger auf die Landratswahlen 2006 zurück. Obwohl am meisten Wählerstimmen – mehr als die SVP – hat die FDP bei den Landratswahlen drei Sitze verloren. Positiv nach seiner Meinung, war der gemeinsame Auftritt der FDP unter dem Motto „weiter denken“ bei den Landratswahlen.

Noch kein neuer FDP-Kantonalpräsident

Bereits seit einiger Zeit war klar, dass Roland Schubiger das Amt als Parteipräsidenten auf die ausserordentliche Delegiertenversammlung im April niederlegen werde. Nach intensivem Suchen und praktisch in letzter Minute konnte ein Nachfolger gefunden werden. Die Wahl, des möglichen Nachfolgers, konnte an diesem Abend nicht vorgenommen werden, da der Kandidat sich im Ausland aufhält. Es wurde beschlossen, die Wahl an der nächsten Delegiertenversammlung am 04. Juni 2007 nachzuholen. Bis zu diesem Datum wird Roland Schubiger das Amt als Präsident weiter ausüben.

Monika Trümpi als Oberrichterin portiert

Altershalber wird der bisherige Oberrichter Max Weber auf die Landsgemeinde 2007 von seinem Amt, nach 21 Jahren im Obergericht, zurücktreten. Als Nachfolgerin hat sich als Kandidatin aus der Sektion Ennenda Monika Trümpi, zur Verfügung gestellt. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder, ist seit drei Jahren im Landrat. Sie ist seit 26 Jahren Mitglied der FDP und seit drei Jahren im Vorstand der FDP Sektion Ennenda. Erfahrung konnte sie während Ihrer Tätigkeit im Anwaltsbüro von Fridolin Baumgartner sammeln. Mit grossem Applaus bestätigte die Delegiertenversammlung den Vorschlag der Parteileitung und des Kantonalvorstandes die Kandidatur von Monika Trümpy.

Nein zu Stimmrechtsalter 16

Der Landrat hat in seinen zwei Sitzungen das passive Stimmrechtsalter ab 16 Jahen jeweils abgelehnt. Monika Trümpy unterstützt in ihrem Votum diesen Entscheid des Landrates. Als erster meldete sich Thomas Kundert, scheidender Präsident der Jungfreisinnigen, zu Wort und votiert klar gegen Stimmrechtsalter 16. Obwohl es sicher etwas komisch aussieht, wenn ausgerechnet eine Jungpartei diesen Antrag ablehnt. Marketing- und Wahlkampftechnisch grenzt das Ganze an einen politischen Selbstmord. Aber die Argumente welche gegen Stimmrechtsalter 16 sprechen überwiegen und deshalb hat der Vorstand klar die Nein-Parole beschlossen. Regierungsrätin Marianne Dürst und auch Ständerat Fritz Schiesser plädierten im Anschluss an dieses Votum klar für die Annahme der Regierungsrätlichen Fassung und bitten die Anwesenden zur Ja-Parole. In der abschliessenden Abstimmung entschieden sich die Delegierten aber mit 28 Nein zu 16 Ja Stimmen gegen das Stimmrechtsalter 16 und somit wurde die Nein-Parole beschlossen.