Angefangen hat die ganze Erfolgsgeschichte in der argentinischen Stadt Cordoba. Die kleine Sol (auf Deutsch: Sonne) erhielt von ihren Eltern eine Violine, wenig später kam ein Violoncello dazu. Die Eltern realisierten schnell, dass ihre Tochter mit einer ausserordentlichen musikalischen Begabung ausgestattet war und auch stets den nötigen Fleiss aufbrachte. Als sie als Zehnjährige einen nationalen Wettbewerb für sich entschied, zog sie für ihre weitere Ausbildung mitsamt der ganzen Familie nach Europa. In Madrid, Basel und Berlin durchlief Sol Gabetta die Studiengänge der Musikhoschulen, mittlerweile ist sie 26 Jahre alt – und bereits selbst Professorin an der Musikakademie Basel.
Über hundert Konzerte jährlich
Schon während ihres Studiums begann ihre eigentliche Solistenkarriere. Ihr glanzvolles Debüt mit den Wiener Philharmonikern unter Valery Gergiev am Lucerne Festival öffnete ihr Tür und Tore. Mittlerweile bewältigt sie weit über hundert Konzerte jährlich, von Buenos Aires über St. Petersburg bis nach Tokio. Ihre erste CD-Einspielung mit Werken von Tschaikowsky und Saint-Saëns hat im vergangenen Jahr auch gleich eine der begehrtesten Schallplattenauszeichnungen erhalten; dieses Jahr ist sie für den amerikanischen Musikpreis Grammy nominiert.
Spanien, Glarus und Luzern
Das vergangene Regierungskonzert dürfte manchem Glarner in bester Erinnerung geblieben sein. Der reine Beethoven-Abend mit dem lustvollen, überaus spannungsgeladenen Spiel des Kammerorchesters Basel begeisterte die volle Aula über alle Massen. Die Glarner Konzert- und Theatergesellschaft freut sich sehr, dass das Orchester wiederum nach Glarus verpflichtet werden konnte, umso mehr, als das Kammerorchester begehrter denn je ist. Fast während des ganzen Februars ist das Orchester zusammen mit der Sopranistin Cecilia Bartoli auf Spanien-Tournee. Zwischendurch kommt es für zwei Konzerte – neben dem Regierungskonzert steht ein Auftritt im KKL Luzern an – in die Schweiz zurück.
Paul Goodwin dirigiert
Paul Goodwin ist einer der vielseitigsten Dirigenten Grossbritanniens. Von Opernproduktionen bis Konzertvorstellungen arbeitet er gleichermassen mit modernen Orchestern und solchen, die mit historischer Aufführungspraxis auf alten Instrumenten spielen. Er dirigiert die Academy of Ancient Music und ist Erster Gastdirigent des English Chamber Orchestra und hat mit Solisten wie Joshua Bell oder Mstislav Rostropovich zusammengearbeitet. Als Gastdirigent ist er weltweit unterwegs. Zahlreiche CD-Aufnahmen zeugen von seiner musikalischen Vielfalt. Bevor er sich dem Orchesterdirigat zuwandte, war Paul Goodwin lange Jahre einer der führenden Barockoboisten weltweit und hat als solcher über zwanzig CD-Aufnahmen herausgebracht.




