Felssturz Ochsenstock, Hintersand, Linthal

Am Ochsenstock auf der Nordseite des Tödi gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Felsstürze zu beobachten. Die kantonale Fachstelle Naturgefahren und die Verantwortlichen der Gemeinde Glarus Süd informieren über die aktuelle Lage.




Seit geraumer Zeit treten am Ochsenstock vermehrt Blockschläge und Felsstürze auf. Seit Juli/Anfang August 2018 nahmen die Häufigkeit und die Kubaturen der Sturzereignisse zu. In dieser Zeit brachen insgesamt mehrere zehntausend Kubikmeter Felsmaterial aus und stürzten über den Schuttfächer Ochsenplangge bis teilweise über den Wanderweg Hintersand–Obersand. 

Ab Anfang August 2018 erfolgte in Absprache mit den Kant. Naturgefahrenverantwortlichen eine mehrwöchige Radarüberwachung. Zudem wurde das Gutachten eines Geologen eingeholt. Nach heutigem Stand der Erkenntnisse geht man davon aus, dass die Sturzaktivität in naher Zukunft nicht abnehmen wird. 

Das Gebiet wird deshalb weiterhin überwacht, sodass frühzeitig weitere Sicherheitsmassnahmen ergriffen werden können. Zudem wurde in Absprache mit der kantonalen Fachstelle Naturgefahren, zwischen Obersandbach und Bifertenbach eine Sperrzone ausgeschieden, in welcher sich niemand aufhalten darf (siehe Beilage). 

Aufgrund der zu erwartenden Zunahme der Sturzaktivität, muss auch mit vermehrten Murgängen und Materialverlagerungen bis hin zum Sandbach gerechnet werden. Der Bergwanderweg Hintersand–Obersand bleibt weiterhin gesperrt. Eine Verlegung des Wanderweges im gefährdeten Bereich ist zurzeit in Planung. Wenn es die Situation zulässt, könnte eine Umsetzung im Frühsommer 2019 erfolgen. 

Je nach Entwicklung der Überwachungsresultate, behalten sich die Behörden weitere Schritte vor.