Fernunterricht und Betreuung an Glarner Schulen ist zweckmässig organisiert

Departement Bildung und Kultur • Wegen des Coronavirus findet seit einer Woche in den Glarner Schulen ausschliesslich Fernunterricht statt. Angesichts der ausserordentlichen Umstände ist der Schulbetrieb in seiner ungewohnten Form meistenorts gut angelaufen. Eltern der jüngsten Schülergruppen sind weiterhin aufgerufen, die Betreuung ihrer Kinder wenn möglich selber zu organisieren.




Der Präsenzunterricht ist an sämtlichen Glarner Schulen mindestens bis zum Ende der Frühlingsferien ausgesetzt. Das betrifft Schülerinnen und Schüler ab Kindergarten bis Oberstufe und Berufsschule gleichermassen wie Studierende in Lehrgängen auf Stufe Höhere Fachschule. Sie werden von den Lehrpersonen im Rahmen ihrer Möglichkeiten aus der Ferne mit Aufträgen und Aufgaben versorgt (Fernunterricht). Die Zwischenbilanz nach der ersten Woche im Notfallmodus zeigt, dass sich die Beteiligten zweckmässig organisieren konnten: die Volksschule in den Gemeinden, die Sonderschulen und die Kantonsschule (Gymnasium, Fachmittelschule und Sportschule) wie auch die weiterführenden Schulen (Gewerblich-industrielle Berufsfachschule Ziegelbrücke mit Brücken- und Integrationsangeboten, Bildungszentrum Gesundheit und Soziales, Kaufmännische Berufsfachschule Glarus).

Effort von allen Beteiligten nötig

Die Lehr- und Betreuungspersonen aller Stufen leisten aktuell einen riesigen Effort, um ihre Klassen – vor allem auf digitalen Kanälen – mit dem Notwendigen zu versorgen. So wird sichergestellt, dass die aus den Lehrplänen abgeleiteten Ziele in angemessener Art erreicht werden können. Die Schullaufbahn soll durch den Fernunterricht nicht beeinträchtigt werden. Deshalb ist es wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler die nötige Zeit für die übermittelten schulischen Aufgaben aufbringen und von ihrem Umfeld dafür motiviert werden.

Klar ist auch, dass die Beschulung zuhause speziell für die jüngeren Kinder und ihre Eltern eine grosse Herausforderung darstellt. Schulleitungen und Fachleute aus dem Departement Bildung und Kultur arbeiten laufend daran, die Organisation zu optimieren und die Informationen sowie Hilfestellungen zu ergänzen. Für jene Jahrgänge, die sich in einem Abschlussjahr befinden (z. B. unmittelbar vor Lehrabschluss, Berufsmatura, Matura) wird ebenfalls mit Hochdruck an einem interkantonal abgestimmten und auf die gegebenen Umstände angepassten Verfahren gearbeitet. Sie sollen trotz ausserordentlicher Situation ihre Abschlüsse realisieren können.

Kinderbetreuung sinnvoll organisieren

Das kostenlose Betreuungsangebot der Gemeinden (ausschliesslich Kindergarten und Primarstufe) wurde in den ersten Tagen meistenorts nur vereinzelt beansprucht. Der Kanton appelliert an die Eltern, sich auch in den kommenden Wochen wenn immer möglich selber zu organisieren. Es sind möglichst alle alternativen Betreuungsmöglichkeiten zu prüfen, bevor die Kinder in die Schulbetreuung geschickt werden. Erst ein radikales Einschränken von Kontakten – eben auch im schulischen Umfeld – ermöglicht es, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Für die Spitäler erhöht sich damit die Chance, die schweren Fälle optimal versorgen zu können, und insbesondere Personen mit einem erhöhten Krankheitsrisiko sind besser geschützt.

Folgende Hinweise sind in diesem Zusammenhang zusätzlich zu beachten:

  • Wer die Betreuung seiner Kinder selber organisiert, muss unbedingt davon absehen, diese in die Obhut von Risikopersonen zu geben (Personen, die älter als 65-jährig sind und/oder an Vorerkrankungen leiden). Das Kinderhüten durch die Grosseltern ist zu unterlassen.
  • Wenn Kinder in Gruppen betreut werden, sind diese Gruppen möglichst klein zu halten (maximal 5 Kinder). Es sollten immer dieselben Kinder in der Gruppe sein.
  • Kinder dürfen zwischendurch gerne im Freien sein. Es ist aber auch hier darauf zu achten, dass sie sich nur in den vom Bundesrat verordneten Kleingruppen (5 Personen) aufhalten.
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