Fledermäuse – heimliche Glarnerinnen

Ihre eleganten Flugmanöver versetzen uns in Staunen und mit ihrem fast unersättlichen Hunger halten sie uns so manche Mücke vom Leib: Fledermäuse leben mitten unter uns und sind dennoch heimliche Bewohnerinnen unseres Kantons. Mit der aktuellen Wechselausstellung «Fledermäuse – heimliche Glarnerinnen» lüftet das Naturzentrum Glarnerland von Juli bis Oktober so manches Geheimnis um unsere Fledermäuse. Dank kurzweiligen Erlebnisstationen und Spielen ist die Ausstellung auch für Familien mit Kindern geeignet.



Das braune Langohr ist Pro-Natura-Tier des Jahres 2012. Mit seinen langen Ohren entgeht ihm kein Rascheln! (Bild: www.fledermausschutz.ch)
Das braune Langohr ist Pro-Natura-Tier des Jahres 2012. Mit seinen langen Ohren entgeht ihm kein Rascheln! (Bild: www.fledermausschutz.ch)

Was wäre ein Sommerabend ohne Fledermäuse! Kaum bricht die Dämmerung an, huschen sie uns lautlos über den Kopf und machen sich auf Insektenjagd. 16 Fledermausarten wurden bisher im Glarnerland entdeckt. Einige wie die Zwergfledermaus trifft man regelmässig in unseren Dörfern an, andere wie die Zweifarbenfledermaus sind selten. Faszinierend sind sie alle!

Faszinierende Säugetiere

Fledermäuse haben ihre Hände zu Flügeln umgestaltet. Trotz dieser speziellen Anpassung an ihrem Körper sind sie gewöhnliche Säugetiere. Im Juni wurden in den Wochenstuben die Jungen geboren, welche in den nächsten Tagen das Fliegen lernen. Das braucht Energie. Die Fledermaus-Mütter – jede hat pro Jahr nur ein Junges oder Zwillinge – fressen jede Nacht Unmengen an Insekten, damit sie tagsüber genug Milch haben, um ihre Jungen zu säugen.

Blick in die Welt der Fledermäuse

Hoch zu und her geht es auch im Naturzentrum Glarnerland: Die neu eröffnete Wechselausstellung «Fledermäuse – heimliche Glarnerinnen» ermöglicht einen Blick in die Welt der Flattertiere und regt zum Staunen und Mitmachen an. An Erlebnisstationen gilt es, Fledermäuse in einer Holzbeige zu entdecken, Junge ihrer Mutter zuzuführen und sich ein Abendessen «à la Wasserfledermaus» zusammenzustellen. Wer genau wissen will, was ein Mausohr frisst, wagt sich an die Chegeli-Analyse. Spiele, Bilderbücher und Bastelarbeiten ziehen auch kleinere Kinder in ihren Bann. Realisiert wurde die Kleinausstellung in Zusammenarbeit mit dem Fledermausschutz Glarus sowie mit Unterstützung durch die glarnerSach und Pro Natura Glarus. Gezeigt wird sie bis Oktober 2012. Dann verschwinden auch die Fledermäuse in die Winterquartiere.