Flohmarkt und Wende

Während Jahrzehnten war die Kinderkrippe im markanten, von Architekt Hans Leuzinger im Jahre 1931 erstellten Gebäude an der Hinteren Villastrasse untergebracht. Besitzer der Liegenschaft ist der Hilfsverein Ennenda.



Flohmarkt und Wende

Aus verschiedenen Gründen musste die Kinderkrippe schliessen. Damit wurden Räumlichkeiten frei. Der ebenso initiative wie kreative, von Andrea Fäs präsidierte Vorstand des Kinder- und Elternklubs, wurde bei Jakob Trümpi, damaliger Präsident des Hilfsvereins vorstellig, um über eine Umnutzung zu reden. Die Ideen fanden dermassen Gehör, dass in nicht allzu ferner Zukunft eine Neunutzung Tatsache wird.

Am kommenden 10. Dezember soll zwischen 18.00 und 21.00 Uhr darüber informiert werden. Dann wird das Adventsfenster präsentiert und zu einem Rundgang eingeladen. Gerstensuppe und heisse Getränke sind für jene gedacht, die ein wenig verweilen und diskutieren wollen.

Mit dem Flohmarkt – er fand am vergangenen Samstag statt und war gar gut besucht – wurde ein Schlussstrich unter das Bisherige gezogen. Plüschtiere, Spielzeuge, Bilderbücher, fahrbare kindertaugliche Untersätze, Tischchen und Stühle, Bauklötze und anderes gingen fast wie die berühmten «frische Weggli» weg. Alle Einnahmen fielen dem Hilfsverein zu. Vor diesem Flohmarkt waren andere Krippen und Kitas angeschrieben worden, damit auch von diesen Institutionen günstig eingekauft werden konnte. Nicht Verkauftes, das sich in gutem Zustand befindet, wird durch eine Hilfsorganisation nach Rumänien transportiert und dort einem geeigneten Zweck (Krippe, Waisenhaus) zugeführt.

Nun gehen die Verantwortlichen des Hilfsvereins an die Detailplanung – mit Schwung, Eifer, Können, dem Beizug von Fachleuten, Ideenreichtum und immensem Idealismus.

Vieles ist vor der Inbetriebnahme zu klären und zu regeln. Vollzogen ist der Wechsel im Vorstand des Hilfsvereins. Die Statuten wurden auf die Neuerungen abgestimmt.

Der Kinder- und Elternklub suchte dringend neue, zweckdienlichere Räume – sie wurden gefunden. Nun wird er sich beim Besitzer der Liegenschaft, dem Hilfsverein, im ersten Stock des leerstehenden Gebäudes einmieten. Feste Mieter sind bereits die Inhaberin eines Fotostudios, der Verein Tagesfamilien Glarnerland und die Frauenzentrale des Kantons Glarus. Beide Institutionen richten ihre Geschäftsstellen neu ein. Dazu kommt eine kleinere Praxis für Klassische Homöopathie und Naturheilkunde. Im Unter- und im Erdgeschoss sind Räume, die Schulpflichtigen, der interessierten Öffentlichkeit und privaten Kreisen zur Verfügung stehen sollen (Platz fürs Spielen und Lernen, gesellige Zusammenkünfte, Mittagstisch, Schulungen, Cafeteria – die Aufzählung ist weder vollständig noch inhaltlich ausdefiniert. Die Initianten geben sich bis Anfang 2015 Zeit, um die Liegenschaft zu sanieren, alles klar und verbindlich zu regeln und einzurichten.