FMS-Abschlussdiplome übergeben

16 Lernende sind am Donnerstagabend der Fachmittelschule Glarus entflogen. Sie bekamen von Bildungsdirektor Benjamin Mühlemann ihr Abschlussdiplom.



Mit «Fly away» von Lenny Kravitz begrüsste der FMS-Chor unter Leitung von Bernhard Furchner die Gäste und Angehörigen der Klasse 6u in der Aula der Kantonsschule. Bevor die 15 Absolventinnen und der eine Absolvent aber wirklich davonfliegen konnten, gab es noch einige Reden und musikalische Beiträge.

Auf dem Weg zur Fachmaturität

Martin Hemmi, Leiter der Fachmittelschule Glarus, charakterisierte die Klasse als «offen für viele Themen, etwas zurückhaltend, dankbar für sorgfältiges Erklären und mit einer beachtlichen Vielfalt an anspruchsvollen Berufszielen». Er gratulierte zum erfolgreichen Abschluss und wünschte den jungen Menschen bei deren weiteren Ausbildungsschritten anregende Erfahrungen und gutes Gelingen.

Die FMS Glarus ist laut dem Leiter eine «schweizweit anerkannte allgemeinbildende Mittelschule». Sie bereitet die Lernenden in den drei Berufsfeldern Pädagogik, Gesundheit sowie Kommunikation und Information auf «anspruchsvolle Berufe vor, die fast ausnahmslos nicht über eine Berufslehre erlernt werden können». Seit einigen Jahren absolvieren die meisten Abgängerinnen und Abgänger anschliessend eine Fachmaturität. Diese erlaubt den Zugang zu verschiedenen Fachhochschulen, mit Ausbildungen zur Primarlehrerin, Kindergärtnerin, Sozialpädagogin, Hebamme, zum Physio- oder Ergotherapeuten, Dolmetscher usw.

Acht Lernende der Klasse 6u werden auf dem Weg zur Fachmaturität im August ein halbjähriges Praktikum in einer Institution des Gesundheitswesens beziehungsweise einem Verlagshaus antreten. Sieben streben die Fachmaturität Pädagogik an, wofür sie für ein Schulsemester nach Zug pendeln werden. «Diese Gruppe ist Beleg dafür, dass die FMS eine wichtige Bildungsinstitution für zukünftige Lehrpersonen geworden ist», so Martin Hemmi.

Unsere Gesellschaft brauche auch in Zukunft «gute Pädagoginnen, spezialisierte Gesundheitsfachleute und Kommunikationsprofis. Soziale und pädagogische Kompetenzen lassen sich nicht durch Roboter und Software ersetzen», so der FMS-Leiter. Auch künftig werde professionelle Beziehungsarbeit «das tragende Fundament sein für die Bildung der Kinder, wesentlich zum Heilungsprozess von Patienten beitragen und helfen, Konflikte zu lösen».

«Alles ist vertraut»


Nach einer weiteren Darbietung des FMS-Chors, begleitet von Tim Kamm am Bass, Simon Hefti am Schlagzeug und den Gitarristen Sven Keller sowie Randy Müller, blickte die Klasse auf die drei Schuljahre zurück. Am Anfang seien sie scheu gewesen, hätten nicht gewusst, was sie erwarten würde. «Jetzt, nach drei Jahren mit vielen Hochs und wenigen Tiefs, ist das ganz anders, alles ist vertraut», sagte eine Lernende. Die Klasse hätte einiges erlebt, viele Reisen unternommen, und es hätten sich wunderbare Freundschaften entwickelt. Bilder von Reisen von Lausanne über Strassburg bis nach Amsterdam untermalten das Gesagte.

Klassenlehrer Jakob Reithebuch betonte, dass der Fachmittelschulausweis für Intelligenz, Ausdauer und Wissen stehe. Er sei ein Etappenhalt, die Bildungsreise gehe weiter. Wichtig seien auch «Diplome» für emotionale Intelligenz, Optimismus, für das Beschreiten des eigenen Weges, im richtigen Moment fotogen zu lächeln, bewundert zu werden oder Unfug zu treiben. Die gezeigten Bilder lösten bei ihm viel Positives aus, aber auch eine Portion Wehmut, so der Lehrer.

Nach so viel Lob war das Klassenlied «Ein Hoch auf uns» von Andreas Bourani sehr passend. Und bevor die erfolgreichen Absolventinnen ganz abheben konnten, gab es von Bildungsdirektor Benjamin Mühlemann Grüsse und Gratulationen seitens des Regierungsrates, den Appell, die Motivation für die heute zentrale Bildung und Weiterbildung zu behalten, und schliesslich die begehrten Diplome samt Sonnenblumen vom Klassenlehrer.

Ein Apéro schloss die schöne Feier ab. Dank des doch noch Einzug haltenden Sommerwetters endlich mal im Freien.