FMS-Feierstunde in der Kanti

14 junge Frauen und zwei Männer wurden am Donnerstagabend in der Kantonsschule Glarus gefeiert: Zwölf bekamen von Bildungsdirektor Benjamin Mühlemann ihren FMS-Ausweis, vier das Fachmaturitätszeugnis.

 




Prorektor Martin Hemmi, Leiter der Fachmittelschule (FMS), rühmte die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen in der ersten Reihe der Aula: «Sie haben mit 4,8 den höchsten Klassenschnitt seit Langem. Dies liegt daran, dass alle Schnitte über 4,4 liegen und Sarah Schwitter den beeindruckenden Wert von 5,4 erreicht hat.»

Unsere Gesellschaft brauche weiterhin gut ausgebildete Berufsleute, so der Prorektor. Die FMS bereite als schweizweit anerkannte allgemeinbildende Mittelschule die Lernenden in den drei Berufsfeldern Pädagogik, Gesundheit/Naturwissenschaften sowie Kommunikation und Information auf spezielle Studien an Fachhochschulen oder Höheren Fachschulen vor. «Ich weiss, dass die heute Gefeierten diese nächsten Schritte mit Herz, Respekt und Verstand angehen werden.»

Seine Leidenschaft finden

«Findet eure Mission, eure Leidenschaft, und vergesst den Titel eures Berufes», sagte anschliessend Rahel Oswald, die vor 13 Jahren den FMS-Abschluss in Glarus gemacht hatte. Damals hätte sie angesichts ihrer Schwächen («Sprachen, chaotisch, kann nicht Nein sagen») nicht gedacht, dass sie heute Ausbildnerin Pflegefachfrau Intensivstation am Triemlispital Zürich, Lehrperson höhere Fachschule Intensiv-, Anästhesie- und Notfallmedizin sowie Leiterin Arbeitsgruppe Schmerzmanagement Intensivstation Triemlispital ist und bis Februar 2019 Managerin und Captain erstes Damenteam NLB Volleyball war.

«Ich liebe es wirklich, all diese Sachen zu machen», meinte sie. Es sei wichtig, seinen Traum zu verfolgen und neugierig zu sein auf Neues. «Probiert, eure Leidenschaft zu finden und nach aussen zu tragen. Das ist das Befreiendste, was man haben kann.»

Für viel Gelächter und grossen Applaus sorgte der Beitrag der Klasse 6u in Form eines Videos mit Interviews der Lehrpersonen – bis hin zur Anleitung, wie man Salsa tanzt. Klassenlehrerin Barbara Fedier bekam Blumen – «als Lehrerin können Sie nicht mehr besser werden!» –, ebenso wurden Christoph Zürrer und Bruno Largo beschenkt. Und der einzige Mann in der Klasse, Adrian Anrig, erhielt ein buntes Ferienhemd.

Regierungsrat Benjamin Mühlemann bezog sich in seiner kurzen Ansprache auf den Einladungsflyer: «Sie rutschen aus der Schule mit einem Lachen im Gesicht.» Niemand sei aus- oder abgerutscht: «Alli sind zimli gleitig dure chu.»

Er überbrachte die Grüsse der Regierung und des Kantonsschulrates, ermunterte die Klasse mit einem Zitat von Leonardo da Vinci, die Motivation zu behalten sowie die Lust am Lernen weiter zu leben, und gratulierte zum erfolgreichen Abschluss.

Dann folgte der ersehnte Moment: die Übergabe der FMS-Ausweise und Fachmaturitätszeugnisse durch den Bildungsdirektor – samt Sonnenblumen von der Klassenlehrerin.

 

Musikalisch bereicherten der FMS-Chor unter Leitung von Marie Müller und das Trio Chiviolino mit Michael Jakober (Gitarre), Simone Marti (Violine) und Ronja Schuler (Viola) die Feier. Abgeschlossen wurde sie mit einem Apéro – der drohenden Gewitter wegen auch dieses Jahr nicht im Freien.