Frau Holle sorgte am Chlausumzug in Glarus für vorweihnachtliche Stimmung

Wirbelnde Schneeflocken, heisser Rumpunsch und nach Zimt, Orangen und Zitronen duftender Glühwein, dazu feine Bratwürste und Servelas auf dem Rathausplatz. Rechts und links der ganzen Route entlang viele Zuschauer.




So lässt sich die tolle Stimmung am diesjährigen Chlausumzug in Glarus in etwa beschreiben. Angeführt von den Wiggis Trichlern mit ihren riesigen Vorschellen und den riesige Fackeln tragenden Schülern aus der Oberstufe präsentierten rund 300 Schulkinder aus Glarus den Zuschauern ihre mit viel Liebe hergestellten bunten Iffelen. Ganz herzig die Allerkleinsten, die Kindergärtner mit ihren wunderschönen, selbst gebastelten Lampions. Der Fantasie und Kreativität waren auch in diesem Jahr keine Grenzen gesetzt. Ein gelungenes Revival feierten die Buben mit ihren ausgekochten Kuhhörnern, welchen sie mit vollen Backen urige Töne entlockten. In diesem Zusammenhang mag ich mich noch gut erinnern, wie wir Buben die örtlichen Metzgermeister mit unseren Wünschen, für uns Kuhhörner auszukochen, gewaltig nervten. Das war vor 60 Jahren! Kuhhörner waren damals bei uns Jungs sehr begehrt, nicht zuletzt, weil wir dadurch das Privileg hatten, uns am Umzug gleich hinter den Trychlern mit ihren riesigen Vorschellen einzureihen. Was mir ein bisschen am diesjährigen Glarner Chlausumzug fehlte, sind die Buben und Mädchen mit ihren grösseren und kleineren Kuhglocken. So verschieden die Umzüge in unseren Dörfern gestaltet werden, so einheitlich sind ihre Ziele, nämlich die wunderschönen Bräuche des Chlausschellens und der Chlausumzüge auch in die Zukunft zu bewahren und zu pflegen. In diesem Sinne freuen wir uns bereits jetzt schon wieder auf den Chausumzug 2018 in Glarus.