Frauen + Müttergemeinschaften des Kantons Glarus feiern gemeinsam

Jedes Jahr im Mai holen sich katholische Frauen Kraft für ihren Alltag an einem besonderen Ort: In diesem Jahr war es in der Krypta der Gnadenkapelle «Maria Bildstein». Gemeinsam mit Dekan Pfr. H. Eichhorn fand die traditionelle Maiandacht statt.



Die Geschichte des Ortes begann im Jahre 1519. Der Meisterknecht des Damenstifts Schänis brachte eine Marienstatue auf den Buchberg und die Äbtistin spendete einen Stein, um die Figur zu schützen: daher der Name Bildstein. Immer mehr Menschen nahmen Zuflucht zum Ort, fanden Kraft im Gebet und gingen getröstet in ihren Alltag zurück. Nach und nach entwickelte sich die Stätte zu einem «Sacro Monte», einem Berg, auf dem die Heilsgeschichte dargestellt wurde in einem Stationenweg, der von Wallfahrern gerne betend betrachtet wird. Vor der Linthkorrektur nahmen die Menschen wegen des Sumpffiebers besonders häufig Zuflucht zum Waldheiligtum. Die Rettung kam in den Jahren 1807 – 1822. Die erste Waldkapelle wurde 1848 eingeweiht und erhielt den Namen: Unserer Lieben Frau vom Siege!

Als die Glarner Frauen dieses Jahr an diesem besonderen Ort ankamen, wurde geprobt: Anlässlich der 500-Jahr-Feier wird im August und September 2019 ein Freilichtspiel aufgeführt: «Miriam und das geheimnisvolle Medaillon»! Die Geschichte handelt von einer schwangeren Frau in der heutigen Zeit. Wie wird die Geschichte ausgehen – wird das Kind zur Welt gebracht – wird es wieder einen «Josef» geben? Das Freilichtspiel im Wald wird das Geheimnis lüften!

In der Maiandacht standen der Zwölfjährige und seine Eltern im Mittelpunkt:
Jugendliche sind eine besondere Herausforderung. Das erlebten auch die Eltern Jesu. Wusstet ihr nicht zu wem ich gehöre? Ich gehöre nicht euch. Dennoch ging er nach dieser Klarstellung mit ihnen nach Nazareth zurück. Wem gehöre ich? Woher beziehe ich Kraft in den Schwierigkeiten des Lebens? Wo ist Abgrenzung nötig? Dieser Frage gingen die Frauen in der Stille, in Liedern und im gemeinsamen Gebet nach. Mit dem Schutz des persönlichen Segens verliessen die Frauen den Ort. Danke, Pfr. Eichhorn! Im Anschluss blieb bei einem feinen Imbiss Zeit für regen Austausch von Glarus Süd bis Glarus Nord.