Freiwillige arbeiten drei Wochen in den Bergwäldern von Engi

Noch bis zum Samstag arbeiten in den Bergwäldern rund um Engi rund 40 Freiwillige des Bergwaldprojektes.



Seit 17 Jahren arbeitet das Bergwaldprojekt mit seinen Freiwilligen im wichtigen Schutzwald oberhalb von Engi. So machen die Freiwilligen hier Stangenholz- und Rottenpflege, sie pflanzen junge Bäumchen, erstellen Einzelschütze und Freihalteflächen und unterhalten hier Wege oder erstellen solche neu. Aber auch die Kulturlandschaft wird hier seit 2013 gepflegt. Die Flach- und Hochmoore sowie Magerwiesen im Chrauchtal und auf Weissenberge werden entbuscht, um die wertvollen hiesigen Biotope zu erhalten. Der Sturm Vivian hat 1990 für grosse Schäden im hiesigen Kleintal gesorgt, und 2005 hat hier auch ein Unwetter gewütet. Der hohe Wildbestand verstärkt zudem den Druck auf den Wald.

Seit Sonntag, 14. August, bis Samstag, 3. September, sind drei Gruppen von Freiwilligen im Einsatz. Sie verbringen jeweils eine anstrengende Woche im steilen Gelände, bei der sie sich unter forstkundlicher Leitung täglich für den Erhalt der Schutzfunktion des hiesigen Waldes einsetzen. Dabei lernen sie viel über den Wald, seine Funktionen, aber auch seine Bedürfnisse kennen, genauso wie über den Umgang zum Beispiel mit der Wiedehopfhaue. Die Freiwilligen stammen aus den unterschiedlichsten Berufssparten und Bevölkerungsgruppen und investieren gemeinsam ihre Kraft in den gesunden Bergwald. Dabei entstehen oft neue Freundschaften und immer neue Einsichten über die Natur und das eigene Wesen.

Die Arbeit des Bergwaldprojektes ist wichtig für die Schutzwälder und die Kulturlandschaft. In den letzten Jahren fehlte den Waldbesitzern oft das Geld, um die immer umfangreicheren Arbeiten in den Schutzwäldern zu machen. Und durch die Frankenstärke hat sich die Situation bei den Beiträgen zur Waldpflege verschärft, was das Einkommen in diesem Bereich zusätzlich schmelzen liess. Deshalb bleibt der Einsatz der Freiwilligen des Bergwaldprojektes unverändert wichtig, um die Schutzwirkung des Bergwaldes und die Naturschutzaufgaben der Kulturlandschaft aufrechtzuerhalten.