Fridlihuus Glarus – Mitgliederversammlung und Aktivitäten

Die Corona-Zeit bringt es mit sich, dass viele sorgsam vorbereitete Aktivitäten nicht durchgeführt werden können. Die Mitgliederversammlung des an der Abläschstrasse 86 in Glarus gelegenen Fridlihuus Glarus gehört dazu. So sind die Mitglieder des Trägervereins aufgefordert, ihre Meinung zu traktandierten Geschäften (Protokoll der letztjährigen Versammlung, Jahresberichte des Präsidenten und der Hausleitung, Jahresrechnung, Mitgliederbeiträge fürs kommende Jahr, Revisionsstelle) schriftlich abzugeben.



Das Fridlihuus versteht sich als Wohnhaus und Tagesstätte für erwachsene Mitmenschen mit Assistenzbedarf. Bedürfnisgerechte Dienstleistungen sind aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen als wichtige, zielführende Inhalte angeboten. Die Betreuten entscheiden selber, welche Leistungen in Anspruch genommen werden sollen.

Die für den Betrieb Verantwortlichen und der Vereinsvorstand setzen sich nachhaltig und kompetent für eine hohe Lebensqualität der Betreuten ein. Zufriedenheit hat hohe Priorität.

Die Klientinnen und Klienten werden im Bewahren der eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten nachhaltig unterstützt. Im Jahresbericht ist nachzulesen, wofür alle einstehen. Allen soll mit Respekt und Wertschätzung begegnet werden. Über zu lösende Probleme und Konflikte wird stets gesprochen. Es werden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, damit die betreuten Mitmenschen so lange als immer möglich im Fridlihuus leben können. Das Angebot umfasst Unterstützung und Begleitung in den Bereichen Pension, Pflege und Alltagsgestaltung. Diese Bandbreite wird vom Kanton unter den Begriffen «Wohnen» und «Tagesstruktur» mitfinanziert. Basis ist ein Leistungsvertrag zwischen den Hausverantwortlichen und dem Kanton.

Den Vorstand präsidiert seit vielen Jahren Fritz Studler aus Schwanden. Mit ihm sind in verschiedenen Bereichen zuständig: Markus Gebert, Vizepräsident, Vertretung Procap; Stephan Schubert, Finanzbeauftragter; Maria Maassen Lombardi, Hausleitung mit beratender Stimme; Kety Eberle, Aktuarin und Verena Gerber-Kobelt, Stefan Kühnis, Vertretung Pro Infirmis; Erika Märchy-Vordermann, Jack Oertli und Heidi Oswald.

Die Hauskommissionpräsidiert Markus Gebert, ihm stehen zur Seite: Jack Oertli (Vizepräsident), Maria Massen Lombardi (Hausleitung mit beratender Stimme), Stefan Kühnis und Heidi Oswald.

Die Aufnahmekommissionpräsidiert Erika Märchy, Jack Oertli amtet als Vizepräsident. In weiteren Chargen sind Mirko Burkard (Leitung Atelier), Christa Leuzinger (Pflegedienstleitung), Dr. med. Antonio Bonetti (beratender Arzt) und Maria Maassen im Einsatz.

Die Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle liegen bei Ernst. Luchsinger, Revision & Treuhand AG, Nidfurn. Diese Instanz zur Wiederwahl vorgeschlagen.

Jahresbericht von Fritz Studler

Fritz Studler erwähnt unter anderem Anforderungen unserer Gesellschaft, vielfältige Veränderungen im Umfeld, Alltag im Fridlihuus, Umgang mit Klientinnen, Klienten und Mitarbeitenden, Zusammenarbeit mit externen Organisationen, Behörden und Fachverbänden, Digitalisierung und Datenschutz. Es wird damit aufgezeigt, wie gross die Herausforderungen stets sind. Erwähnt wird das anspruchsvolle, erfüllende und erfolgreiche Jahr. Einen verdient grossen Dank richtet er an die Hausleitung und die Mitarbeitenden und den Finanzbeauftragten Stephan Schubert.

Das 30-jährige Bestehen wurde mit allen gefeiert. Der Umbau der angrenzenden Wohnung in der Liegenschaft ist geglückt. Geplant sind fürs laufende Jahr die Renovation der Fassade, der Ersatz der Fenster und Balkontüren, dies gemeinsam mit den Stockwerkeigentümern. Die Verkehrssituation (Sicherheit) ist nicht eben optimal. Verbesserungen werden geprüft. Erwähnung finden die Unterzeichnung der neuen Leistungsvereinbarung mit dem Kanton, öffentliche Beiträge und verschiedene Spenden. Fritz Studler richtet seinen herzlichen, verdienten Dank an viele. Es besteht eine wertvolle, positive Zusammenarbeit.

Bericht der Hausleiterin Maria Maassen Lombardi

Zu Beginn wird auf das erarbeitete Leitbild mit berechtigter Freude hingewiesen. Der Arbeitsgruppe gehörten Klientinnen und Klienten, Mitarbeitende und Vertreter der Trägerschaft an. Im Nebenhaus konnten zusätzliche Räume erworben werden. Die Umnutzung wurde in positiver Weise realisiert (Ruheraum für extern Wohnende, bessere Arbeitsplatzqualität für Mitarbeitende des Technischen Dienstes). Das Jubiläum «30 Jahre Fridlihuus Glarus – den eigenen Weg leben» findet ebenso Erwähnung, wie die leidige Corona-Zeit samt ihren Einschränkungen. Zu den auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmten Angebote in den Bereichen Wohnen und Tagesgestaltung und deren Nutzung durch 25 Klientinnen und Klienten wird umfassend eingegangen. Zu erfolgreichen Ausbildungsabschlüssen, Aus- und Weiterbildungen, qualitative, permanente Weiterentwicklung, Begleitung der Klientinnen und Klienten folgen diverse Hinweise.

Verschiedenes

Hanspeter Schlittler, einer der Bewohner, schildert mit wohltuender Direktheit, wie er den Alltag im Fridlihuus erlebt. Seit 30 Jahren weiss er sich gut betreut.

Ruth Staub, stellvertretende Hausleiterin, gehört seit zehn Jahren zum Team. Mit der Pensionierung ist es für sie etwas ruhiger geworden. Sie zeigt auf, was sie vielleicht vermissen wird, was zur persönlichen Zukunft gehört, wohin einige Wanderungen führen werden – diese Palette ist recht gross.

Mirko Burkard leitet das Atelier. Er berichtet über sinnvolle Neuerungen, die allen zugutekommen (Ruhe- und Rückzugsraum, Anschaffung geeigneter Tische, Sitzgelegenheiten und Schränke) und Weiterentwicklung der Qualität.

Die Berichte einer extern wohnenden Teilnehmerin, Hinweise von Stefan Schuler, Fachmann Betriebsunterhalt; Nela Frehner und Daniel Kunz (Bewohnerin, Pflegefachmann und die sorgsame Zusammenstellung der finanziellen Bewegungen samt Revisionsbericht runden die beeindruckende Vielfalt ab.