Fridlihuus Glarus – Zukünftiges, Leitbild, Bauliches

Die im Fridlihuus in Glarus angebotenen Dienstleistungen sind seit bald drei Jahrzehnten eine Tatsache, von denen vor allem die interessierte Öffentlichkeit Kenntnis nimmt. Vieles geschieht im Stillen, abseits der lauten Welt. An der Abläschstrasse im Hauptort befindet sich das Wohnhaus für erwachsene Mitmenschen mit Körperbehinderungen, die dauernd oder über eine bestimmte Zeit hinweg auf Hilfeleistungen von dritter Seite angewiesen sind.



Im Verlaufe der unlängst durchgeführten Mitgliederversammlung legte der von Fritz Studler aus Schwanden präsidierte Vorstand Rechenschaft über Finanzielles, Pendentes und für die Zukunft Geplantes ab. Dass die interessierte Öffentlichkeit und die Amtsstellen von den Angeboten des Hauses und der Arbeit des Vorstandes sehr positiv Kenntnis nehmen, hob der Präsident besonders hervor.

So konnte unmittelbar neben dem bewohnten Haus eine Wohnung gekauft werden. Der Mauerdurchbruch ist bereits erfolgt. Bald einmal können Büros für den Technischen Dienst und Aufenthaltsgelegenheiten für jene eingerichtet werden, die auswärts wohnen, aber regelmässig von den Tagesangeboten profitieren. Und im Herbst sind Interessierte zum 30-jährigen Bestehen dieser Institution eingeladen. Verschiedene Aktivitäten werden angeboten.
Darüber und zu anderem äusserte sich Fritz Studler. Er weiss, dass sich der gesamte Vorstand nachhaltig, verantwortungsbewusst und spürbar beharrlich fürs Fridlihuus einsetzt.

Diesem Gremium gehören Markus Gebert, Rufi, als Vertreter der Procap Glarus; Verena Gerber-Kobelt, Linthal: Stefan Kühnis, Schwändi, Vertreter der Pro Infirmis Glarus; Erika Mächler, Mollis; Jack Oertli, Ennenda; Heidi Oswald, Niederurnen, und die als Aktuarin tätige Kety Eberle, Glarus, mit dem Finanzbeauftragten Stephan Schubert, Glarus, und der in Schwändi wohnhaften Maria Maassen Lombardi (Hausleiterin) mit beratender Stimme an. Aus dem Vorstand verabschiedet wurde an der letzten Mitgliederversammlung Daniel Bruhin, Schmerikon. Neuer Vizepräsident ist Markus Gebert.

Neben dem Vorstand befassen sich die Hauskommission und die Aufnahmekommission mit dem Geschehen im Fridlihuus. Darin sind unter anderem als beratender Arzt Dr. med. Antonio Bonetti, Christa Leuzinger (Pflegedienstleistung), Mirko Burkard (Leitung Atelier und die Hausleiterin Maria Maassen vertreten.

Dass von der rund 260 Einzel- und den drei Kollektivmitgliedern gerade deren 21 an der Mitgliederversammlung teilnahmen, stiess bei einem Votanten auf nicht eben grosses Verständnis. Wie aber soll das geändert werden? Der Vorstand wird sich darüber Gedanken machen.

Fritz Studler zeigte auf, dass nach vielen Sitzungen das neue Leitbild Tatsache geworden ist. Im Fridlihuus wird die Selbstständigkeit der Bewohnenden erhalten und gefördert. Hilfeleistungen im Bereich der Betreuung und Pflege sind auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt. Unterstützungen sind bei der Arbeitsbeschaffung und der Tagesgestaltung angeboten. Bei der Aufnahme wird darauf geachtet, dass dem Grad der jeweiligen Behinderung starke Beachtung geschenkt wird. Dem gegenseitig respektvollen Begegnen, dem sorgsamen, verantwortungsvollen Umgang mit den verfügbaren Finanzen, der permanenten Aus- und Weiterbildung und anderem wird grosse Beachtung geschenkt.

Fritz Studler kam bei seiner Einführung auf Zwischenmenschliches, die Rolle der Medien, die vorhandene Infrastruktur und anderes zu reden. Viele wurden namentlich begrüsst. Aufs Verlesen des Protokolls wurde verzichtet. Vom Jahresbericht des Präsidenten wurde gerne Kenntnis genommen. Darin wurde unter anderem die Arbeit der Hausleiterin und das umsichtige Wirken des Finanzverantwortlichen Stephan Schubert hervorgehoben. Eine im angrenzenden Komplex bestehende Wohnung konnte im Stockwerkeigentum erworben werden. Ein direkter Zugang ist möglich. Für verschiedene Bedürfnisse wird sie neu eingerichtet. Zudem sind umfassende Renovationsarbeiten in Planung. Die Leistungsvereinbarungen mit dem Kanton haben sich bewährt.

Mit herzlichem Beifall wurde der Jahresbericht der Hausleiterin Maria Maassen Lombardi zur Kenntnis genommen. Sie äusserte sich sorgsam und umfassend unter dem Titel: «Den eigenen Weg gehen – mit Unterstützung». Sie schreibt über Anspruchsvolles, Forderndes, Erfreuliches, Aufwändiges, das Fridlihuus als Stätte des Arbeitens, Begegnens und Lernens, das Beibehalten und Verbessern bestehender Qualitäten, das Überwinden von Barrieren, Tätigkeiten im Atelier, Veranstaltungen und anderes.
In willkommener und interessanter Form äussern sich Mitarbeitende und Bewohnende mit ihren ganz persönlichen Erfahrungen.

Stephan Schubert erläuterte in knapper Form das Finanzielle, damit die solide Bilanz, den leichten Gewinn, die verständlicherweise ausgebliebene Anlagetätigkeit, die Depotgebühren und die gegenüber dem Vorjahr gleich gebliebenen Aktiven und den Leistungsbericht. Seine Arbeit wurde genehmigt und mit Anerkennung verdankt.
Gegenüber den Vorjahren wurde die Erhöhung des Jahresbeitrages für Einzelmitglieder auf neu 30 Franken beschlossen. Für Kollektivmitglieder bleibt die Summe bei 200 Franken.

Die Revisionsstelle bleibt für ein weiteres Jahr bei Ernst Luchsinger, Revision und Treuhand AG, Nidfurn.

Fritz Studler schloss in seinen Dank alle ein, die sich umfassend und kompetent fürs Fridlihuus einsetzen und bereitwillig Unterstützung leisten. Dazu gehören die Regierung des Kantons Glarus, die Fachstelle Heimwesen als Aufsichtsbehörde des Kantons. Wohlwollen und positive Zusammenarbeit fanden Erwähnung.

Erwähnt wurde das neue Leitbild, an dessen Entstehung Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende, die Hausleitung und ein Ausschuss des Vorstandes mit Begleitung von Katja Schnyder (Firma Socialdesign) mitgewirkt hatten.

Einem Antrag auf Neufassung des Begriffs «Bewohnerinnen und Bewohner des Fridlihuus» wurde zugestimmt. Eine inhaltliche Anpassung verschiedener Dokumente ist damit erforderlich.

Spätestens im Oktober wird man zum 30-jährigen Bestehen des Fridlihuus in der Öffentlichkeit von dieser wertvollen Institution vertiefend Kenntnis nehmen können.