Fridolin Beglinger beerbt Hansruedi Hauser

Die NOS-Delegiertenversammlung stand ganz im Zeichen eines Wechsels innerhalb des Glarner Verbandes. Hansruedi Hausers Austritt wurde durch den Eintritt von Fridolin Beglinger kompensiert. Auch das 125-Jahr-Jubiläum des Nordostschweizer Schwingerverbandes kam mehrmals zur Sprache.



Nach 28 Jahren Unterbruch zeichnet sich wieder einmal der Schwingklub Glarus/Mittelland für die Organisation der Delegiertenversammlung verantwortlich. Präsident Hanspeter Rufer und sein Team hatten leichtes Spiel und brachten die statuarischen Traktanden ohne grosse Einwände in gut drei Stunden über die Bühne. TK-Chef Beat Abderhalden erwähnte, dass die Siege beim Teilverbandsanlass in Herisau (Armon Orlik) sowie beim Schwägalp-Schwinget (Samuel Giger), das wiederum einen neuen Zuschauerrekord vorwies, im eigenen Verbandsgebiet blieben. Auch, dass Samuel Giger erstmals die Jahreswertung des Eidg. Schwingerverbandes gewann, sowie die zehn Kränze von Roger Rychen im Jahr 2018 würdigte Abderhalden. Nun stecken die Aktiven bereits mitten in den Vorbereitungen für das ESAF 2019 in Zug. Zurückgetreten sind Ruedi Eugster, Mels, Ernst Bühler, Zihlschlacht, Marcel Reber, Says/Schangnau, Stefan Bickel, Hochfelden, und Andreas Frick, Urnäsch.

Mehr erhofft in Landquart

Geehrt wurden die Doppelzweiggewinner vom ENST in Landquart. Erwin Plump (TK-Chef Jungschwingen) gestand ein, dass das Ziel beim «Heim-Eidgenössischen» für den Nachwuchs nicht erreicht wurde. Zu viele Athleten nutzen im letzten Gang ihre Chance nicht, womit den Gastgebern am Ende nur sechs Doppelzweige blieben. Auch ein Kategoriensieg wurde verpasst.

Bei bestem Wetter fand das Jubiläumsschwingfest «125 Jahre Nordostschweizer Schwingerverband» 2018 in Herisau statt. Das 20-köpfige OK überraschte die Zuschauer vor Ennenda bei ihrem Abschlussauftritt mit zwei «Zäuerli». Niklaus Hörler, Urnäsch, präsidierte 2018 sowohl das Jubiläums-OK von Herisau wie auch das Bergfest auf der Schwägalp. Abgerundet wurde das Jubiläumsjahr mit einer Feier im Oktober in Oberbüren. Ebenso legten Sepp Föhn vom Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag in Landquart sowie Sämi Ilg von NOS-Nachwuchsschwingertag 2018 in Weinfelden einen Schlussbericht vor. René Regli berichtete über den Zwischenstand vom NOS 2019 im Klettgau im Schaffhausischen. Von den Herisauern durfte er zwei Gaben in Empfang nehmen. Das NOS-Teilverbandsfest 2021 wurde in den Hinterthurgau nach Balterswil vergeben. Das NOS 2020 wurde bereits früher nach Mels vergeben. Der NOS-Nachwuchsschwingertag 2020 wurde der Bewerbung Rorbas im Zürcher Unterland übertragen.

Wechsel im Glarner Verband

Beim Traktandum Wahlen wurde Sekretär Roland Ochsner, Hallau, für eine weitere Amtsdauer wiedergewählt. Der Glarner Vertreter Hansruedi Hauser, Elm, als dienstältestes Vorstandsmitglied demissionierte. In seine Fussstapfen tritt Fridolin Beglinger, Mollis, (bislang Technischer Leiter im Kanton Glarus sowie Präsident beim Schwingklub Niederurnen). Beglinger übernimmt im NOS den Posten des Etatführers von Martin Kurmann. Der St. Galler Präsident übernimmt von Hauser die Finanzen. Nach einem Übergangsjahr offiziell als NOS-Fotograf gewählt wurde Lorenz Reifler, Hundwil. Auch wurden die Kampfrichter fürs NOS 2019 sowie für das Eidgenössische in Zug formell bestätigt. Für nach Zug sind dies Patrik Peterer und Hansruedi Näf (beide St. Gallen), Bernhard Waldvogel (Zürich), Reto Hürlimann (Thurgau), Christoph Günthart (Graubünden) sowie als Ersatz der Glarner Martin Leuzinger. Die Appenzeller wehrten sich erfolglos gegen die Nichtberücksichtigung ihres Vertreters für nach Zug. Emil Bürer, Pfäfers, Hansruedi Hauser, Elm, und Alfred Kurmann, Gähwil, wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Ausserordentliche Laufbahn

Hansruedi Hauser, früher mit seinem Spezial «Halblang» selbst ein gefürchteter Aktivschwinger, wurde 1989 als erster Technischer Leiter Jungschwingen im Kanton Glarus gewählt. Er galt im Kanton als der grosse Förderer, als im Nachwuchssektor in der 80er-Jahren neue Wege eingeschlagen wurden. Dabei war ihm kein Weg mit den Jungschwingern zu weit, ob mit Auto, Bus oder der Bahn. Später war er Technischer Leiter Aktive, Kantonalpräsident Kampfrichter auf allen Ebenen und OK-Präsident von diversen schwingerischen Anlässen im Kanton sowie über viele Jahre auch am Bergschwinget Klöntal. 2011 löste er Fritz Beglinger im NOS-Vorstand ab, bekleidete zuerst das Amt des Etatführers, später, bis zum heutigen Tag übernahm er die Kasse, welche er in seinem letzten Amtsjahr mit einem stattlichen Gewinn übergab. «Fredi» Kurmann war Präsident beim Schwingklub Wil sowie im Toggenburgischen Schwingerverband. Emil Bürer hat seine grossen Verdienste in der Schreiberzunft erworben. Dies insbesondere für den Schwingklub Mels, den Rheintal/Oberländischen sowie den St. Galler Kantonalverband. Auch gehörte er der Jubiläumsschriftenkommission «125 Jahre Nordostschweizer Schwingerverband» an.

Umrahmt wurde die in allen Teilen geglückte DV im Rest. Trigonella durch das «Heimatchörli» Ennenda. Vonseiten Politik überbrachten Landamman Andrea Bettiga, sowie Markus Schnyder von der Gemeinde Glarus, Grussworte. Von den Schwingerkönigen im NOS-Verbandsgebiet gab sich der Appenzeller Ernst Schläpfer (König 1980 in St. Gallen und 1983 in Langenthal) im Glarnerland die Ehre.