Am ersten Wettkampftag war Fridolins Robotik nicht vom Glück begünstig. Von den fünf Matches gingen vier verloren. Einmal waren es die Allianzpartner, die nicht performten, einmal ging der Intake in die Brüche und einmal gaben 4 Punkte Differenz den Ausschlag. Mit Rang 63 am Abend konnte das Team nicht zufrieden sein. Sehr gut jedoch einmal mehr die Werkstattarbeit: Der defekte Intake und eine Antriebseinheit konnten in kürzester Zeit ersetzt und später dann repariert werden.
Mit drei von fünf gewonnenen Matches verlief der zweite Wettkampftag deutlich besser. Wiederum löste das Werkstatt-Team technische Probleme souverän. Letztlich reichte die Leistung zum 54. Schlussrang von 75 Teams in diesem Wettkampf.
In den Playoffs am dritten Wettkampftag spielen 24 Teams. Mit unserem Rang blieb wenig Hoffnung, als versteckte Perle entdeckt und gewählt zu werden. So geschah es dann auch. Wir waren raus und konnten unseren Roboter demontieren und reisebereit verpacken, unseren Pit räumen sowie parallel die Playoffs und die Finals verfolgen.
Grosse Leistungsunterschiede
Die WM wird zuerst parallel in acht sogenannten Divisions auf acht Plätzen mit je über 70 Teams gespielt. Alles in einer riesigen Halle. In den Playoffs und Finals werden die Sieger der jeweiligen Division erkoren. Und ganz am Schluss kämpfen die Sieger-Allianzen der acht Divisions gegeneinander um den WM-Titel.
Da waren nun wirklich Spitzenteams zu sehen. So erreicht zum Beispiel deren Ballwurf-Kadenz das Doppelte oder mehr als Fridolins Robotik. Das kann aber nicht überraschen, ist doch deren Zielsetzung (Sieg) und Teamstruktur (nur die Besten) eine völlig andere als bei Fridolins Robotik, wo nicht der Rang, sondern die Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten sowie das Selber-Tun im Vordergrund steht.
Quality Award in der Jubiläumssaison
Fridolins Robotik zeigt aber praktisch jedes Jahr, dass sich mit Erfahrung und Kreativität auch mit einfachen Mitteln eine technisch einwandfreie Maschine konstruieren lässt. Durch die partizipative Arbeitsweise und die modulare, einfach demontierbare Konstruktion, verstehen alle Teammitglieder die Funktionsweise und können sie den Experten auch erklären. Gleichzeitig lassen sich defekte Komponenten sehr rasch ersetzen bzw. reparieren. Diese Effizienz und Qualität der Arbeitsweise und Konstruktion überzeugte die Jury, was mit der Verleihung des Quality Awards belohnt wurde. An der WM den Quality Award zu erhalten, ist für das Team eine grosse Freude sowie Bestätigung und damit ein toller Abschluss der Weltmeisterschaft und der Jubiläums-Saison.
Um die hohen Kosten dieses WM-Abenteuers zu decken, läuft noch bis Ende Mai ein Crowdfunding unter ‘Lokalhelden Fridolins Robotik’ oder Konto CH79 0680 7710 0545 4750 3, lautend auf Projekt 6417 Fridolins Robotik, Kantonsschule Glarus, 8750 Glarus.













