Fridolinsfest von Bad Säckingen auf Zelluloid

Einladung zur Premiere des Films «Fridlini 2014 und 2016 in Bad Säckingen». So lautete kürzlich eine auf Flyers gedruckte und in den Printmedien publizierte, vielsagende Affiche.




Eingeladen zu dieser Filmpremiere hatte das Kulturforum Brandluft Glarus Nord, der Verein «Freunde von Bad Säckingen», die Gemeinde Glarus Nord und der Fridlibund des Kantons Glarus. So war es nicht wunderlich, dass unter den Besuchern auch einige Fridlinen, Frigg, Fritz und Fridolins auszumachen waren.

Einer der wohl bekanntesten Fridlis in Näfels ist zweifelsohne der Fridolin Hauser, emeritierter Gemeindepräsident und Hansdampf in allen Gassen, bekannt auch unter seinem Pseudonym «Osterhazy». Ihm blieb es vorbehalten, die Premierenbesucher in seiner fröhlichen, gewinnenden Art, dabei nie um einen Spruch verlegen, im rustikalen Bohlensaal des Tolderhauses in Näfels zu begrüssen. Einen speziellen Willkommensgruss entrichtete er an Dr. Alfred Graf, hobbybegeisterter Regisseur und Filmemacher und seit Kurzem stolzer Inhaber des begehrten Gerbihund-Awards, eine Vorstufe zum alles krönenden Hollywood-Oscar. Dr. Graf hatte die Gelegenheit benutzt, in den Jahren 2014 und 2016 am jährlich stattfindenden, traditionellen Fridolinsfest in Bad Säckingen teilzunehmen. Mit viel Herzblut, Geschick im Umgang mit der Kamera und einer Spürnase fürs Detail hat er mit seinem tollen Dokumentarfilm ein einmaliges, nachhaltiges Zeitdokument geschaffen.

Über die Festivitäten rund um das grosse Fridolinsfest in Bad Säckingen wurde im vergangenen Frühling in den Medien ausführlich in Wort und Bild berichtet. Beschränken wir uns auf den Dokumentarfilm von Dr. Graf. Sein erst gezeigter Film, ton- und filmtechnisch in qualitativ ausgezeichneter Ausführung, zeigt einen Grossaufmarsch von kantonalen und kommunalen Behörden, fahnentragenden Kirchenvertretern und vielen Glarnerinnen und Glarner, die unserem Landespatron Sankt Fridolin auch über die Grenzen hinweg gebührend die Ehre erweisen. Ein Fest, welches mit Böllerschüssen beginnt, mit einem feierlichen Hochamt im Fridolins-Münster und anschliessender Fridolins-Prozession den festlichen Höhepunkt erreicht und schliesslich in städtepartnerschaftlicher Freundschaft beim weltlichen Empfang durch den Bürgermeister im Kursaal endet. Beim zweiten vorgeführten Film aus dem Jahre 2014, tontechnisch leider nicht optimal, stand eindeutig der Auftritt der Harmoniemusik Näfels im Vordergrund. «Fridli, häsch di gsii – häsch ä schu besseri Ziite kha», tönte es aus der zweiten Zuschauerreihe. Frecher Hagel, meine ich! Fazit eines unterhaltsamen Abends im Tolderhaus in Näfels: Eine gelungene, unterhaltsamer Premiere dank einem einmaligen, nachhaltig in Erinnerung bleibendem Dokumentarfilm. In diesem Sinne: Es lebe die Städtepartnerschaft zwischen Bad Säckingen und der Gemeinde Glarus Nord noch viele Jahre!