Frühlings-Synode 2024: Verstärkte Massnahmen gegen Grenzverletzungen

Verstärkter Schutz gegen Grenzverletzungen und Unterstützung bei Kirchgemeindefusionen – darüber entschied die Synode der Glarner reformierten Landeskirche am vergangenen Donnerstag.



Neues Synodenmitglied Marco Wülser (links) aus Ennenda und Synode- Präsident Andreas Hefti (rechts) beim Gelübde. (zvg)
Neues Synodenmitglied Marco Wülser (links) aus Ennenda und Synode- Präsident Andreas Hefti (rechts) beim Gelübde. (zvg)

An der Frühlings-Synode vom 6. Juni verstärkten die Synodalen die bereits bestehenden Massnahmen gegen Grenzverletzungen. Die Abstimmung erfolgte mit einstimmigem Ergebnis: So werden für Angestellte der reformierten Kirchgemeinden und der Glarner reformierten Landeskirche ab dem 1. Juli 2024 Privatauszüge aus dem Strafregister eingeholt. Für Menschen, die mit besonders Schutzbedürftigen – also älteren Menschen, Kindern und Jugendlichen sowie Menschen mit Beeinträchtigungen – regelmässig in Kontakt kommen, werden sogar Sonderprivatauszüge aus dem Strafregister benötigt. Mit diesem Beschluss der Synode werden die bereits bestehenden Massnahmen zum Schutz der persönlichen Integrität deutlich intensiviert.

Der Antrag des kantonalen Kirchenrates, dass Subventionsbeiträge für erfolgreich durchgeführte Kirchgemeindefusionen ausgezahlt werden, wurde von der Synode einstimmig angenommen. So bekommen Kirchgemeinden nach einer Fusion 10 000 CHF ausgezahlt. Die Subventionssumme soll dabei helfen, die zumeist erheblichen Zusatzkosten einer Kirchgemeindefusion zu decken.

Aus dem Baufonds wurde für die Bauvorhaben der Kirchgemeinden Glarus-Riedern, Elm und Ennenda Unterstützung bewilligt. Die Motion, dass Pfarrpersonen in Zukunft auch nach Erreichen des Pensionsalters ordentliche Mitglieder der Synode und des Pfarrkonvents bleiben können, wurde durch die Synode in ein Postulat umgewandelt und direkt an den kantonalen Kirchenrat zur Bearbeitung übergeben. Über den Einsatz der elektronischen Abstimmungsanlage im Landratssaal kamen die Synodalen zum Ergebnis, dass diese in Zukunft für Abstimmungen eingesetzt werden kann. An der Synode ging neu eine Motion der Ennendaner Synodalen ein, dass das Punktesystem für die Konfirmation einer Revision unterzogen werden soll. Das Gelübde als neuer Synodaler legte Marco Wülser aus Ennenda ab.