Frühlingserwachen im Glarnerland!

Wie jedes Jahr findet am ersten April-Donnerstag im Glarnerland die traditionelle Näfelser Fahrt statt. Mit einer Prozession gedenken die Glarner der Schlacht bei Näfels im Jahre 1388, als rund 400 Glarner 5000 Österreicher besiegten. Dieses Jahr findet der Feiertag bei frühlingshaften 17 Grad, allerdings nur zaghaftem Sonnenschein, statt.



Dieses Jahr findet der Feiertag bei frühlingshaften 17 Grad
Dieses Jahr findet der Feiertag bei frühlingshaften 17 Grad

Der Tag der so genannten Näfelser Fahrt ist im ganzen Kanton Glarus ein Feiertag. In der Regel findet die so genannte „Fahrt“ am ersten Donnerstag im April statt, es sei denn, dieser Termin falle auf den Gründonnerstag. Mit der Näfelser Fahrt, einer Art Wallfahrt, gedenken die Glarner dem Sieg bei der Schlacht von Näfels im Jahre 1388. Bereits am Morgen um 7.15 Uhr zieht die militärische Ehrenformation beim Zeughaus Glarus los. Bei Temperaturen um 6 Grad ist es aber noch frisch, dazu wechseln sich Wolken und Aufhellungen ab.

Fridolin, der Lenz ist da!

Gegen 9 Uhr trifft die Wallfahrt im Schneisingen ein. Während der Ansprache von Landesstatthalter Rolf Widmer gibt es im Glarnerland bereits die ersten Sonnenstrahlen und das Thermometer steigt langsam gegen 9 Grad. Beim nächsten Halt auf dem Fahrtplatz, wo Ratssekretär Josef Schwitter den Fahrtbrief verliest, wird es schon wohlig warm. Wenn der Zug um 11.30 Uhr beim Denkmal eintrifft, unter den Gästen auch Alt-Bundesrat Samuel Schmid und Divisionär Hans-Ulrich Solenthaler, dürften bereits die ersten Schweissperlen den Fahrtteilnehmern auf der Stirne stehen, möglicherweise auch dem kantonalen Gesangsverein bei der Uraufführung des Stücks „Mir Glarner fyred d’Fahrt“. Am Nachmittag gibt es bei Höchstwerten zwischen 17 und 18 Grad T-Shirt-Wetter am Markt in Näfels. Am Rautiberg wachsen gegen Abend Quellwolken in die Höhe, bei schwachem Föhn sollte es aber im Dorfkern von Näfels trocken bleiben.

1388 gab es Schnee im April

Seit Wochen jammern wir landauf, landab über den Winter der kein Ende nimmt. Früher war es aber nicht besser! Während der Schlacht bei Näfels am 9. April 1388 gab es dicken Nebel und Schneetreiben bis ins Tal, nicht anders als während der letzten Tage. Dies kam dem kleinen Glarner Harst sehr entgegen und wahrscheinlich verdanken wir unsere Unabhängigkeit primär den unwirtlichen Wetterbedingungen in unseren Gefilden, denn nicht nur bei der Schlacht bei Näfels, sondern auch bei der Schlacht am Morgarten am 15. November 1315 war das schlechte Wetter mit Matsch und Sumpf matchentscheidend!