Frühlingshaft in den Herbst des Lebens

Die UBS Vorsorgeveranstaltung in Glarus zum Thema «Länger jung – unbeschwert in die Zukunft» lieferte viele Fragen und passende Antworten zum Thema Vorsorge aus finanzieller und medizinischer Sicht.



Sicher in den Herbst des Lebens: Die UBS gab vwertvolle Tipps zur Altersvorsorge. (Bild: jhuber)
Sicher in den Herbst des Lebens: Die UBS gab vwertvolle Tipps zur Altersvorsorge. (Bild: jhuber)

Bei frühlingshafter Dekoration und einem Willkommensdrink wurden die rund 100 Teilnehmer der UBS Vorsorgeveranstaltung im Schützenhaus Glarus durch die Kundenberater der UBS Glarus sowie dem Geschäftsstellenleiter Renato Micheroli begrüsst. In seiner Ansprache betonte Renato Micheroli die Bedeutung einer sorgfältigen und planerischen Vorbereitung auf das Leben nach der Erwerbstätigkeit. Nach der Pensionierung werden die Prioritäten neu gesetzt: Reisen, Hobbies oder Enkelkinder geniessen – der Fokus im Leben verändert sich. Es gilt, dafür den Kapitalbedarf neu zu definieren wie auch Prioritäten für medizinische Voruntersuchungen zu setzen.

Das Bauchgefühl muss stimmen

Fehlt nach der Pensionierung Einkommen? Was bedeutet eine Vorsorgelücke oder welche finanziellen Auswirkungen hat eine vorzeitige Pensionierung? Auf Fragen dieser Art präsentierte Rolf Kern, Vorsorgespezialist bei Wealth Planning Financial Advisory, mögliche Antworten und erläuterte jeweils die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Varianten. Komplexe Zahlenbeispiele zur Veranschaulichung wurden zum besseren Verständnis mittels Videoeinspielungen visualisiert. In einem Exkurs integrierte der Referent zudem die aktuellen Diskussionen in der Politik zu Pensionskassen und erläuterte verständlich die Thematik um Deckungsgrade oder Verzinsung der Pensionskassenguthaben (siehe Box).

Rolf Kern wies darauf hin, die Planung der Vorsorge in die Kundengespräche zu integrieren und gemeinsam mit dem Kundenberater eine massgeschneiderte Strategie auszuarbeiten. Offen und ehrlich gestand Rolf Kern ein, die individuelle Entscheidung zwischen einer regelmässigen Vorsorgerente oder einer einmaligen Kapitalauszahlung des Vorsorgevermögens sei alles andere als einfach: «Das Bauchgefühl muss stimmen», betonte der Referent die Wichtigkeit des Wohlbefindens bei dieser Entscheidung.

«Die beste Vorsorge beginnt bei jedem Einzelnen»

Dr. med. André Rotzer, Chefarzt Chirurgie Kantonsspital Glarus, knüpfte genau an diesem Punkt des Wohlbehagens und des guten Bauchgefühls in seinem Referat «Welche Vorsorgeuntersuchungen sind sinnvoll?» an. Die medizinische Vorsorge hat gemäss André Rotzer verschiedene Facetten: Einerseits dienen die regelmässigen Kontrollen beim Arzt einer frühzeitigen Erkennung von Risikofaktoren und ernsthaften Erkrankungen sowie der Vorbeugung von Gesundheitsstörungen, andererseits sollen zu viele medizinische Vorsorgeuntersuchungen bei den Patienten nicht unnötige Angst schüren. Er konzentrierte sich in seinem Referat auf die wesentlichen medizinischen Untersuchungen und erläuterte, für welche Zielgruppen die einzelnen Vorsorgeanalysen sinnvoll sind.

Die Gesundheit und das Wohlbefinden sind essenziell für eine hohe Lebensqualität. André Rotzer stellte klar, dass die beste Vorsorge durch einen gesunden Lebensstil bei jedem Menschen selbst beginnt. Deshalb vertrat er den Grundsatz: Alles mit Mass, womit er gleichzeitig zum anschliessenden Apéro überleitete.

Vertrauen als kostbarstes Gut

Beim Apéro liessen die Teilnehmer den Abend ausklingen und nutzten die Gelegenheit, mit den Referenten und ihren Kundenberatern über das Gehörte zu diskutieren, aufgeworfene Fragen zu besprechen und bei gesunden und anderen Köstlichkeiten die Themen zu vertiefen oder eine Vorsorgeberatung zu initiieren.

Für Renato Micheroli sind diese direkten Kontakte mit den Kunden eine wertvolle Möglichkeit, verlorenes Vertrauen wieder herzustellen: «Vertrauen ist das kostbarste Gut, man findet es nicht auf der Strasse und kann es sich auch nicht erkaufen, sondern muss es sich hart erarbeiten.»