Für den Ernstfall geübt und bestanden

Alljährlich wird bei der Firma Electrolux Schwanden AG eine koordinierte Alarm- und Rettungsübung durchgeführt. Dabei werden auf dem Areal über 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter evakuiert. In die Übung miteinbezogen waren auch die Feuerwehr Kärpf und die Ambulanz des Kantonsspitals Glarus.




Damit die Übung möglichst realistisch ausfiel, wurde im Vorfeld nur eine geringe Anzahl der Mitarbeiter informiert. «Damit wollten wir den Ablauf möglichst realistisch gestalten um zu sehen, wie die einzelnen Personen auf eine solche Situation reagieren.» Wie Lars Zimmermann, CEO Electrolux Schwanden AG, weiter ausführte, sei zusätzlich, um der ganzen Übung noch mehr Effektivität zu verleihen, auch die Feuerwehr Kärpf und die Ambulanz des Kantonsspitals miteinbezogen worden.

Brand mit grosser Rauchentwicklung


Etwas früher als ursprünglich geplant, darum unter Umständen auch noch wirklichkeitsnaher, wurde der Evakuationsalarm im Verwaltungsgebäude ausgelöst und nur kurze Zeit später auch derjenige im Betrieb. «Ob nun der Alarm nach aussen zur Feuerwehr und zur Sanität geht, darüber entscheiden wir im Krisenstab.» Wie Christian Stähli erklärte, habe er vom Moment des Alarms eine kurze Zeitspanne, um abzuschätzen und zu entscheiden, wer alarmiert werde, wie bei der Übung vom Dienstag. Bis die ersten Fahrzeuge der Feuerwehr und der Ambulanz eintrafen, verliessen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geordnet und auf Anweisung der jeweiligen Teamleiter ihren Arbeitsplatz und fanden sich auf dem Sammelplatz zwischen der Spedition und dem Erlenhof ein.

Rettung der verletzten Personen

Nachdem der Alarm ausgelöst und die Personen evakuiert waren, stellte man fest, dass zwei Personen im Verwaltungsgebäude vom Brand eingeschlossen und nach Hilfe schrien. Im Normalfall wäre die Feuerwehr nach Eingang des Alarms innert kürzester Zeit am Brandort eingetroffen und hätten die Verletzten sofort geborgen. Da es sich aber um eine Übung handelt und die Feuerwehr nur eine beschränkte Zahl an freiwilligen Helfern aufbieten konnte, dauerte es in diesem Fall etwas länger. Die Bergung der Verletzten mit dem Hubretter war dann aber umso spektakulärer. Die beiden Geretteten wurden sofort der Sanität übergeben und im Ambulanzwagen medizinisch versorgt. Stähli weiter: «Im Ernstfall würde natürlich vieles anders aussehen und die Feuerwehr würde mit anderen Fahrzeugen und mit Pikettleuten viel schneller bei uns eintreffen.» Bei dieser Übung ging es aber in erster Linie um das Verhalten der Leute bei einem Brand und um die Arbeit des Krisenstabes zu testen.

Fazit der Übung

Im Vorfeld wurden einige Ausbildungen mit den Mitarbeitern durchgeführt und klar kommuniziert, erklärte Zimmermann. «Wir haben vor Kurzem noch den offiziellen Sammelplatz gewechselt und es ist wichtig zu sehen, ob diese Mitteilung bei jedem Mitarbeiter angekommen ist. Wenn der Alarm losgeht, sind alle informiert und man begibt sich zum Sammelplatz und es gibt kein Zurück.» Die Mitarbeiter dürfen erst, so Zimmermann, wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, wenn dies von der zuständigen Stelle bekannt gegeben wird. «Wir sind mit dem Ablauf dieser Übung und dem Verhalten der Mitarbeiter zufrieden. Sicher sind einige kleinere Mängel oder Unklarheiten noch zu beheben, dazu ist aber schlussendlich eine solche Übung auch da.»

Dass die Mitarbeiter gut und schnell reagieren, zeigte sich kurz nach Abschluss der eigentlichen Übung. Völlig unvorbereitet und zu aller Überraschung ging ein zweites Mal der Alarm los. Und wieder begaben sich die Mitarbeiter wie im Evakuationsplan vorgesehen zur Sammelstelle. Es war ein Fehlalarm, ausgelöst durch einen kleinen Defekt bei einer Schaltanlage. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Electrolux Schwanden AG sind auf jeden Fall für den Ernstfall gerüstet und bestens vorbereitet.