Fulminanter Start ins neue Amtsjahr

Der Landrat startet am kommenden Mittwoch fulminant ins neue Amtsjahr mit einem neuen Präsidenten, einer neuen Fraktion und mit der Rehabilitation von Anna Göldi.



Am Mittwoch
Am Mittwoch

Rolf Hürlimann, Schwanden, wird von Walter Lacher, Glarus, den Vorsitz übernehmen. Neuer Vizepräsident wird Hans-Peter Toggenburger, Linthal.

Die liberale Fraktion

Die neue liberale Fraktion, die acht bisherige SVP-Landräte umfasst, wird ihren ersten Auftritt haben. Diese Fraktion, initiiert von Martin Landolt, Näfels, steht unter der Leitung von Ernst Disch, Ennenda, bisheriger SVP-Fraktionschef. Weitere Mitglieder sind Karl Mächler, Ennenda, die beiden Schwander Richard Lendi, Büro-Mitglied, und Fridolin Luchsinger; die beiden Näfelser Martin Landolt und Benny Landolt, Peter Rufibach, Riedern (Wahlkreis Glarus-Riedern) und Eugen Streiff, Rüti (Wahlkreis Rüti-Braunwald-Linthal).

Die Bildung dieser Fraktion hatte sich nach dem Rücktritt von Martin Landolt, früherer Landratspräsident und Fraktionschef, aus der SVP, abgezeichnet. Geplant ist auch die Gründung einer neuen Kantonalpartei, die sich mit der von der gesamtschweizerischen SVP ausgeschlossenen Bündern SVP solidarisieren wird.

Die Gründe für die Fraktions- und baldige Parteigründung sind bekannt: Die Identifikation der SVP-Leitung mit der Zürcher SVP und eine wenig demokratische Führung der Glarner Delegiertenversammlung führten zum Bruch.

Die FDP hat den Schritt der acht SVP-Leute, die zur Elite der Fraktion gehörten, begrüsst und erwartet eine Stärkung des liberalen Gedankengutes in unserem Kanton.

Rehabilitation von Anna Göldi

Am 7. November 2007 hat der Landrat mit 37 gegen 29 Stimmen die Rehabilitation und Unschuldig-Erklärung von Anna Göldi verlangt. Der Regierungsrat stellt nun entsprechenden Antrag. Es ist ein glücklicher Zufall, dass die Rehabilitation unter der Oberhoheit einer Frau Landammann ausgesprochen werden soll, denn an jenem 7. November war noch Pankraz Freitag Landesstatthalter und als künftiger Landammann vorgesehen. Mit seiner Wahl in den Ständerat rückte Marianne Dürst nach.