Ruedi Schwitter, Präsident der Finanzaufsichtskommission, berichtet über die Sitzung der Kommission vom 12. März über die Gewährung eines bedingt rückzahlbaren Beitrages an das Projekt «Futuro» der Sportbahnen Elm AG. Diese zehn Millionen sollen über 20 Jahre abgeschrieben werden und sind bedingt rückzahlbar. Die Pflicht zur Rückzahlung setzt ein, wenn die Sportbahnen den Betrieb einstellen. Zudem muss sich die Gemeinde Glarus Süd ebenfalls mit 2,5 Mio. Franken engagieren. Darlehen für die Schnee AG müssen, so die FAK, hinter den Kantonsdarlehen zurückstehen und man erwarte eine deutlich bessere Zusammenarbeit mit den weiteren touristischen Akteuren der Region, also auch der Bischofalp. Die FAK stimmte mit 7:1 Stimmen der ergänzten Fassung des regierungsrätlichen Beschlusses zu.
Schnee aus der AG
Beat Noser unterstützt die neue Lösung namens der Mitte – sie entspreche weitgehend dem Entscheid von 2018. Der Regierungsrat habe aber zu spät reagiert und sich unter Druck der Sportbahnen setzen lassen. Die Rechtsstaatlichkeit sei dabei oft angekratzt worden. Philippe Haller lobt namens der FDP die Regierung, man dürfe so grosse Geschäfte aber nicht unter so hohem Druck beraten. Die FinanzInfra hätte die Restfinanzierung nicht gelöst, der Entscheid der Regierung, nicht über die FinanzInfra zu finanzieren, sei richtig. Doch auch mit der Schnee AG drohe, dass man auf den Schulden sitzen bleibe. Das neue Modell mit der Schnee AG sei besser, so Adrian Hager namens der SVP, weil es die Risiken minimiere und den sofortigen Baubeginn ermögliche. Kritik sei in der Fraktion an der kurzen Dauer der finanziellen Verpflichtung von Klaus Jenny laut geworden. Auch er verlangt substanzielle Verbesserung der Kooperation mit VISIT und Berghotel Bischofalp. Namens der SP betont auch Samuel Zingg die bessere Sicherheit – man folge, nach Diskussion, dem Antrag auf 10 Millionen. Obwohl eine Sommerstrategie fehle, wolle man die von der Landsgemeinde beschlossene Rahmenfinanzierung unterstützen. Namens der Grünliberalen anerkennt Nadine Landolt Rüegg die Verbesserung des Vorschlages – man habe versprochen, dass der Landrat gut hinschaue, bei einem Projekt, das viel teurer sei. Mehrere Punkte aus dem Memorial von 2018 seien gar nicht berücksichtigt worden.
Den Sommer endlich miteinbeziehen
Jetzt sei der Zeitpunkt, auch an die Sportbahnen Elm Forderungen zu stellen, sagt Euphemia Elmer – so sollen neu Parkgebühren erhoben und bestehende Lücken im Sommertourismus geschlossen werden. Auch sie verlangt ein Umdenken in der Zusammenarbeit vor Ort. Sabine Steinmann bedankt sich bei Elmer und bei der Politik und weist auf den Zwiespalt des Geschäftes hin und darauf, dass das Geld, was man hier investiere, andernorts fehle. Toni Gisler kritisiert, dass die vorliegende Lösung bestehende Infrastrukturen mitfinanziere – rechne man diese raus, sei die Vorgabe von 40 Prozent maximaler Beteiligung überschritten. Man müsse also in Zukunft bei anderen Projekten auch so verfahren. Landesstatthalter Markus Heer lobt die ideale Zusammenarbeit mit dem Landrat und die vorliegende Lösung, die erheblich besser sei als alles, was vorher vorgelegen habe. Man schliesse sich der Änderung durch die Kommission an. Es sei wichtig, dass man die Sportbahnen im Landratssaal angehört habe. Hagers Antrag habe die Tür geöffnet für die neue Lösung. DVI und DFG hätten eng zusammengearbeitet, auch die Einsicht der Sportbahnen habe geholfen. Wichtig sei, dass der Kanton jetzt das Risiko der Fremdfinanzierung nicht mehr trage. Der vorliegende Entscheid sei so nahe an dem der Landsgemeinde, dass man – wie das Gutachten Schindler dies sage – damit nicht noch einmal vor die Landsgemeinde müsse. An die Adresse von Toni Gisler verteidigt er, dass die bestehende Anlage in die Schnee AG eingerechnet werde. Denn dies erhöhe den Wert der Aktien dieser AG. Er hoffe, dass Elm mit «Futuro» jetzt auch eine Zukunft habe.
Die Details
Nadine Landolt Rüegg verweist auf den Regierungsratsbericht vom 6. Januar 2026, wo die bestehende Anlage gesondert aufgeführt sei. Kaj Weibel will namens der Grünen wissen, weshalb die vorliegende Version sicherer sei. Peter Rothlin mahnt, das Pfandgut zu sichern. Regula Keller will wissen, wann die Verträge unterschrieben werden. Cinia Schriber fordert – namens der Grünen – das Behördenreferendum zu ergreifen und den Antrag der Landsgemeinde vorzulegen. Sie solle befinden, ob die Schnee AG die nötige Sicherheit biete. Zudem sei das Geld damals für mehrere Projekte vorgesehen gewesen. Ruedi Schwitter findet dagegen, die Ausgangslage für ein Behördenreferendum sei durch die neue Vorlage nicht mehr gegeben. Landesstatthalter Heer findet das auch. Mit 46:7 Stimmen entscheidet der Landrat gegen das Behördenreferendum. Regula Keller will bloss 9,2 Mio. Franken sprechen. Ein 10-Mio.-Kredit schaffe ein Präjudiz, um bestehende Anlagen zu subventionieren. Der Landesstatthalter beantwortet die Fragen von Weibel, Keller, Rothlin und Landolt Rüegg. Die Verträge seien voraussichtlich bis Ende April unterschrieben. Mit 43:9 Stimmen entscheidet der Landrat für 10 Mio. Franken. Die restlichen Beschlussziffern passieren ohne Wortmeldung. Damit ist – nach acht Jahren – das Projekt Futuro tatsächlich unter Dach und Fach.






















