Ganz ohne Abkürzungen ins Aufstiegsspiel

Glarus schlägt im 3.-Liga-Spitzenspiel St.Gallen 4 nach einem Marathon-Match mit 3.5 : 2.5.



Die schwarze Mauer: Martin Jenny liefert zuverlässig Punkte für Glarus. (Bild: Daniel Jenny)
Die schwarze Mauer: Martin Jenny liefert zuverlässig Punkte für Glarus. (Bild: Daniel Jenny)

St.Gallen, Spelterini-Schulhaus, kurz vor acht Uhr abends. Die letzte, entscheidende Partie im Spitzenkampf zwischen St.Gallen und Glarus ist nach knapp sechs Stunden Spielzeit in der Endphase, Spielstand 2.5 : 2.5, die Uhr tickt. Stephan Fessler, mit den weissen Figuren für St.Gallen spielend, greift daneben, es droht Matt in einem Zug. Martin Jenny, seit Jahren mit Schwarz für Glarus ein sicherer Wert, lässt sich davon nicht im Geringsten beeindrucken und spielt seinen Gewinnplan ruhig weiter. Ungläubiges Kopfschütteln der Mannschaftskollegen auf beiden Seiten, das Zittern geht weiter.
Kurz nach acht Uhr. Martin Jennys Strategie hat sich durchgesetzt, seine beharrliche Spielweise hat sich ausgezahlt und die Partie zu seinen Gunsten gedreht. Glarus gewinnt den Match und qualifiziert sich fürs Aufsstiegsspiel in die 2. Liga.

Erfolgreiche Saison für Glarus 1

Die letzte Partie widerspiegelt in mancher Hinsicht die 2009er-Saison: Einige heikle Momente waren zu überstehen, aber die Glarner zwangen das Glück mit konzentrierten und kämpferischen Leistungen jeweils auf ihre Seite. Erleichtert über den Sieg zeigte sich Oswald Bürgi. Seine Glarner haben eine hervorragende Saison mit sechs Siegen und einem Unentschieden hinter sich. Die gute Verfassung unterstrich das Glarner Team auch in der letzten Runde mit den beiden Siegen von Werner Ziltener und Martin Jenny und den Remis von Peter Fuchs, Martin Dürst und Oswald Bürgi. Wenn Glarus am 24. Oktober wieder das gleiche Leistungsniveau abrufen kann, stehen die Chancen im Aufstiegsspiel gut.