Schon vor der Ankunft im verschneiten Toggenburg wussten die Glarner um die Stärken der Heimmannschaft, so wahren sie auch nicht umsonst die Tabellenspitze und den Aufstiegsplatz. Das Spiel wurde dann auch schnell und intensiv lanciert, und die Sharks nahmen von der ersten Minute weg das Spieldiktat in die Hand. Die Hurricanes hatten viel Mühe zu bekunden mit den schnellen Vorstössen der Toggenburger und auch nach vorne wollte es abgesehen von ein paar Kontern nicht so recht gelingen. So zogen die Sharks bis zum Ende des ersten Drittels mit drei Toren davon, und bei den Glarner Gästen musste eine klare Leistungssteigerung her, wollte man dem Gegner weiter Paroli bieten.
Der Mittelabschnitt begann dann weitgehend so wie das erste Drittel geendet hat, mit zahlreichen Abschlüssen auf den Glarner Schlussmann Elmer, der mit seinen Paraden die Stellungsfehler seiner Vorderleute ausbügelte. Nach und nach kamen jetzt aber auch die Gäste zu ihren Tormöglicheiten. Gleich zweimal hintereinander musste ein Nesslauer auf der Strafbank Platz nehmen, doch aus den vier Minuten in Überzahl wussten die Glarner keinen Profit zu schlagen. Dann, nach knapp zehn Minuten klappte es dann doch noch. Marco Polli verwertete einen Freistoss knapp vor dem gegnerischen Gehäuse mit etwas Glück zum 1:3. Doch leider war es das dann auch schon wieder vom Glarner Offensivsturm und es waren wieder die Toggenburger, die zum Angriff bliesen. Und diese wussten dann auch gleich wesentlich besser mit einem Powerplay umzugehen als ihre Kontrahenten aus dem Glarnerland. Die Sharks benötigten nur knapp 50 Sekunden, um den Ausschluss eines Glarners in einen Torerfolg umzumünzen. Bis zum Drittelsende legten die Nesslauer noch ein weiteres Mal vor und zogen mit 5:1 Toren davon.
Im letzten Abschnitt dauerte es dann nur knapp eine halbe Minute, bis die Nesslauer wieder zuschlugen. Einen Stellungsfehler in der Glarner Hintermannschaft nutzten die Nesslauer eiskalt aus und spielten sich mit nur drei Pässen zum Torerfolg. In dieser Manier verliefen dann Minute um Minute im letzten Drittel und die Toggenburger erhöhten ihr Konto auf acht Tore. Dann, knapp sieben Minuten vor Schluss wollte der zweite Treffer für die Gäste dann noch fallen. Stefan Reithebuch behielt im Gewühl vor dem gegnerischen Tor die Oberhand und versenkte zum 2:8. Noch weitere vier Strafminuten gegen die Nesslauer vermochte nichts mehr am Resultat zu ändern und so musste das Fanion-Team die dringend benötigten Punkte im Toggenburg lassen.
Die technisch feine Klinge und das schnelle Tempo der Heimmannschaft waren schlichtweg eine Nummer zu gross für die Hurricanes und so verpasste man die letzte Chance, um nochmals Big Points bei den Leadern zu holen. Jetzt geht es für die letzten vier Spiele in die Direktbegegnungen der Abstiegsplätze, wo Punkte schlichtweg Pflicht sind, will man das Ziel vom Ligaerhalt nicht schon bald zeitig begraben.




