Gemeinde Glarus Nord begrüsst ihren 2000. Schüler

Die Gemeinde Glarus Nord begrüsst mit Lilaf Arab ihren 2000. Schüler. Lilaf trat am 4. November 2019 in die 5. Klasse Mollis ein. Seit Anfang des Schuljahres 2019/2020 sind die Schülerzahlen bereits wieder um 21 Schülerinnen und Schüler gewachsen. Die Gemeinde Glarus Nord trifft konkrete Massnahmen zur Bewältigung dieser Herausforderung.




Lilaf Arab ist die 2000. Schülerin der Gemeinde Glarus Nord. Sie ist jedoch nicht das letzte Kind, welcher in Glarus Nord eingeschult wurde. Vielmehr begrüsste Rektorin Marie-Hélène Stäger im Oberstufenzentrum Näfels und im Kindergarten Bilten auch die Schülerinnen und Schüler Nr. 2001 bis 2003. Die vier neu in Glarus Nord eingeschulten Kinder erhielten als Andenken an ihren Start in der neuen Schule ein Glarus Nord-Sportlertüechli, welches ihnen am ersten Schultag durch die Rektorin überreicht wurde. 

Seit Beginn des Schuljahres 2019/2020 sind die Schülerzahlen in Glarus Nord bereits wieder um 21 Kinder angestiegen. Während per Ende Schuljahr 2011 noch 1757 Kinder in Glarus Nord zur Schule gingen, waren es fünf Jahre später per Ende 2016 bereits 1875 Kinder. Nun wurde die Grenze von 2000 Schülerinnen und Schüler überschritten. Vor allem im Raum Näfels-Mollis wird mit weiter steigenden Schülerzahlen gerechnet: So schätzt das von der Gemeinde Glarus Nord mit der Erstellung einer Prognose der Schülerinnen- und Klassenzahlen beauftragte Fachbüro Eckhaus AG, Zürich, den Schulraumbedarf in Näfels-Mollis bereits im Jahr 2023/2024 auf 57 – 58 Klassen. Erwartet wird ein stabiles Wachstum auf rund 67 Klassen im Schuljahr 2028/2029 und 72 Klassen im Schuljahr 2033/2034. 

Kontinuierliches Wachstum der Schülerzahlen erfordert konkrete Massnahmen 

Dieses Wachstum soll durch die Umsetzung der Schulraumplanung gemäss der Strategie «STEP» begleitet werden: Die Strategie «STEP» sieht als kurzfristige Massnahme die Erstellung eines Pavillons für sechs Schulzimmer beim Schulhaus Schnegg, Näfels, vor. Damit die benötigten Schulräume rechtzeitig fertiggestellt werden können, ist die Zustimmung zu diesem Geschäft an der kommenden Gemeindeversammlung vom 22. November 2019 unerlässlich. Eine Nutzung der derzeit leerstehenden Schulhäuser in Filzbach und Mühlehorn ist aus verschiedenen Gründen nicht möglich. So ist einerseits das benötigte Raumangebot, beispielsweise für Gruppen-, Neben- oder Spezialräume, weder in Mühlehorn noch in Filzbach vorhanden. Bis August 2020 müssen in Näfels zudem eine zusätzliche Kindergartenklasse sowie Tagesstrukturen samt Mittagstisch zur Verfügung gestellt werden. Dazu kommt im August 2023 eine weitere Kindergartenklasse. Dass diese Altersklassen den Weg nach Mühlehorn oder Filzbach (teilweise mehrmals am Tag) zurücklegen, ist in der Praxis nicht vorstellbar. Letztlich ist die Beschulung von gewissen Klassen an einem peripheren Standort zudem nicht mit den Vorgaben des Lehrplanes vereinbar. 

Als mittelfristige Massnahme sieht die Strategie «STEP» den Neubau eines Primarschulhauses im Schnegg Näfels vor. Da der Neubau auf dem Gebiet der Schrebergärten zu stehen kommt und der Pavillon während dieses Zeitraums (und allenfalls auch darüber hinaus) in Betrieb bleibt, soll der Pavillon nicht auf demselben Gebiet realisiert werden.