Um das Haushaltsgleichgewicht gemäss Art. 34 FHG wiederzuerlangen, ist eine Kombination aus Ausgabensenkung, Ertragssteigerung und Investitionseinschränkung notwendig. Auch eine Erhöhung des Gemeindesteuerfusses ist unabdingbar.
Neben den bereits kommunizierten, hat die Gemeinde Glarus weitere Massnahmen umgesetzt:
Einsparungen einmalig im Budget 2025
- Verzicht auf Personalfest und Kaderworkshop
- Reduktion Anlässe und Empfänge: CHF 20 000
- Verzicht auf diversen baulichen Unterhalt im Jahr 2025: CHF 25 000
- Projektwettbewerb Generationen nicht durchgeführt: CHF 6000
Einsparungen bzw. Mehreinnahmen jährlich
- Erhöhung Gästetaxen-Taxentarif per 1. Januar 2025: CHF 40 000
- Stopp Unterstützung Forum Netstal: CHF 12 000
- Koordination ICT-Einkauf Schule mit anderen Gemeinden: CHF 30 000
- Anpassung Schulschwimmen: CHF 80 000
- Reduktion der Freizeitkurse auf zwei Durchgänge pro Jahr: CHF 12 000
- Austritt aus NEXPO, Metropolitanregion und Städteverband: CHF 23 500
- Beschränkung auf Betrieb einer Leichenhalle in Glarus: CHF 8300
- Verzicht auf Überwachungsdienste der gemeindeeigenen Immobilien: CHF 17 000
Einsparungen im Personalaufwand durch organisatorische Massnahmen
- Neue Organisationsstruktur im Departement Finanzen und Controlling, eine offene Stelle wird vorläufig nicht wiederbesetzt
- Schliessung des Abstimmungslokals in Riedern
- Reduktion der Anschlagkasten auf die Standorte bei den Gemeindehäusern Glarus und Ennenda
- Bei Ausfall einer Lehrperson wird an den ersten beiden Nachmittagen keine Betreuung mehr angeboten: CHF 20 000
- Neue Öffnungszeiten Tagesstrukturen: CHF 15 000
- Überprüfung der Klassengrössen
- Umstrukturierung der Jugendarbeit: CHF 35 000
- Organisatorisch: Zusammenlegung der beiden Forstreviere, Reduktion einer Hierarchieebene: CHF 40 000
Weiter priorisieren und reduzieren
Grosse Investitionsprojekte wie Schulhaussanierungen, Strassen- und Werkleitungssanierungen, Sanierung der Alpen und der Werkhöfe, Hochwasserschutz oder Wärmeverbünde insbesondere zur Erschliessung der Innenstadt bleiben wichtig. Die derzeitige Selbstfinanzierung beträgt jedoch nur CHF 1 Mio. (Budget 2025).
Mitarbeitende als Schlüssel zum Erfolg
Der Gemeinderat würdigt die hohe Loyalität und das Engagement der Mitarbeitenden ausdrücklich. Viele Sparvorschläge stammen direkt aus der Verwaltung.
Der eingeschlagene Weg zeigt zwar Wirkung – die Herausforderungen bleiben aber gross. Die Werterhaltung der bestehenden Infrastruktur ist beispielsweise aktuell nicht möglich. Im Moment sind das Budget 2026 sowie die mehrjährige Finanzplanung zu Handen der Gemeindeversammlung im November in Erarbeitung. Der Abschluss dieser Arbeiten wird einen nächsten Einblick in die finanzielle Gesamtlage der Gemeinde Glarus ermöglichen.
Der Gemeinderat bleibt weiterhin zuversichtlich, die finanziellen Ziele gemeinsam mit der Verwaltung, der Politik und der Bevölkerung zu erreichen.




