Gemeinsam unterwegs um die Zukunft zu meistern

Grosse Investitionen stehen in nächster Zeit rund um die Luftseilbahn Kies-Mettmen an. 42% weniger Gäste schlagen sich auch auf ein negatives Ergebnis in der Rechnung nieder. Trotzdem wird die klare Offensivstrategie von den Aktionären an der 54. GV vollumfänglich unterstützt.



In guten und schlechten Zeiten in den über 50 Jahren zur Bahn gestanden: die treuen Aktionäre
In guten und schlechten Zeiten in den über 50 Jahren zur Bahn gestanden: die treuen Aktionäre

«Wir lassen uns nicht unterkriegen. Seit 1973 erschliesst die Luftseilbahn Kies-Mettmen sicher und zuverlässig das Kärpfgebiet und ist Lebensader für alle touristischen Leistungsträger im Gebiet. Darum hat der VR am 13. November 2015 die klare Vorwärtsstrategie beschlossen», so Verwaltungsrats-Präsident Fritz Marti-Egli, welcher 86 Aktionäre mit 5545 Aktionärsstimmen oder 58,37% des Aktienkapitals im Berghotel auf Mettmen begrüssen konnte. Es gilt jetzt mehr denn je: «Zämä hebä» für einen naturnahen Tourismus im Freiberg Kärpf.

Vertrauen in den Verwaltungsrat

Dass die Aktionäre die Vorgehensweise des Verwaltungsrates goutieren, zeigte sich nebst der Zustimmung zum Geschäftsbericht, Jahresrechnung und Revisorenbericht auch in der Wiederwahl. Fritz Marti-Egli als Präsident, Kaspar Luchsinger, Vizepräsident, Gaby Aschwanden, Hermann Luchsinger und Benjamin Müller wurden für eine weitere Amtsperiode (bis 2028) in globo und einstimmig wiedergewählt. Ebenfalls bestätigt wurde die VTB-Treuhand AG Niederurnen, als Revisionsstelle.

Keine Erhöhung der Beförderungskapazität

Mehrere Erneuerungskonzepte – von der reinen Instandhaltung der bestehenden Anlageteile bis hin zur komplett neuen Luftseilbahn – wurden geprüft. Bei allen Varianten wurde zugrunde gelegt, dass die heute vorhandene Beförderungskapazität von 300 Personen pro Stunde nicht erhöht werden soll. Damit soll die naturnahe, nachhaltige touristische Erschliessung des Freiberg Kärpf gewährleistet werden. Für alle diese Szenarien wurden die Investitions- und Betriebskosten für die nächsten 20 Jahre geprüft und gegenübergestellt. Dabei hat es sich gezeigt, dass eine Erneuerung der wichtigsten Teilsysteme der Bahn (Steuerung und Fahrzeuge), verbunden mit notwendigen Upgrades einiger Komponenten die sinnvollste und machbare Lösung darstellt. So wird der Wert der Bahn erhalten und sie soll bis Ende 2027 fit für die Zukunft sein.

Finanzielle Mittel ein grosser Brocken

Aus eigener Kraft kann die Luftseilbahn Kies-Mettmen AG die notwendigen Mittel nicht stemmen. Sie ist auf die Unterstützung angewiesen und soll auf den Pfeilern: Beiträge der öffentlichen Hand; zinslose Darlehen der öffentlichen Hand; eigene Mittel (rund Fr. 800 000.–) sowie Zeichnung neuer Aktien (die 532 Aktionäre werden angeschrieben) sichergestellt werden. Damit die Genehmigung für die Erneuerung rechtzeitig eingeholt und die notwendigen Partner verpflichtet werden können, muss die Finanzierung zeitnah gesichert sein.

Ziel ist es, wenn die neue Erschliessung der Strasse abgeschlossen ist (geplant für 2028), auch die neue Bahn für die nächsten Jahre betriebsbereit ist. Daher bleibt im 2027 der Bahnbetrieb vom 4. Oktober bis 17. Dezember eingestellt.

Der abschliessende Dank des Präsidenten galt vorab allen Leistungsträgern (Berghotel, Naturfreundehaus, Rest. Fryberg, Leglerhütte SAC, SN, Alpbetriebe). Aber auch der Gemeinde (Dep. Wald und Landwirtschaft, Tiefbau und Werke, Wirtschaft und Finanzen), der Autobetriebe Sernftal, Visit Glarnerland, den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz, den Bus-Chauffeuren der Autobetriebe Sernftal, welche die Gäste bei jeder Jahreszeit und Witterung sicher ins Kies und zurückbringen. Und nicht zuletzt auch allen Aktionären, welche auch ohne Dividende treu zum Unternehmen stehen.

Kein «grosser Klotz» war nach der sehr speditiv verlaufenen Versammlung das sehr feine Essen aus der Berghotel Mettmen-Küche.