Genehmigung Richtplananpassungen 2015

Von der Genehmigung der Richtplananpassung des eidgenössischen Departements für Umwelt, Energie und Verkehr (UVEK) sowie vom Prüfungsbericht des ARE wird Kenntnis genommen. Die Abteilung Raumentwicklung und Geoinformation wird beauftragt, die Anpassung der Richtplandokumente (Text und Karte) sowie der Geodaten vorzunehmen.



Die vom Landrat im August 2015 genehmigten Richtplananpassungen umfassen die Bereiche Fruchtfolgeflächen, Schutz der Gewässer und Versorgung mit Steinen und Erden. Kleinere Vorbehalte wurden zu den Bereichen Fruchtfolgeflächen und Versorgung mit Steinen und Erden angebracht:

Fruchtfolgeflächen (FFE)

Gemäss Sachplan FFF hat der Kanton Glarus FFF im Mindestumfang von 200 ha dauernd zu sichern. Mit der genehmigten Richtplananpassung werden nun insgesamt 226,8 ha FFF im kantonalen Richtplan gesichert.

Nach einem Schriftenwechsel akzeptiert das ARE im Prüfungsbericht die Nichtaufnahme der Fläche Nr. 30 «Bodenwald» (östlich Flugplatz Mollis) in den Richtplan, unter dem Vorbehalt, dass die Fläche im Inventar der kartierten FFF verbleibt. Als Inventar versteht das ARE die Übersicht der Bodenkartierung. Der Kanton sorgt dafür, dass das FFF-lnventar unter dieser Bezeichnung öffentlich einsehbar und die Bewirtschaftung sichergestellt ist. Die Abstimmungsanweisung ist im Rahmen der nächsten Richtplananpassung zu präzisieren: Bei der Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen ist eine umfassende lnteressenabwägung vorzunehmen, im Falle von Einzonungen die Bestimmung der Raumplanungsverordnung einzuhalten.

Im Zusammenhang mit der Erarbeitung des SIL-Objektblatts für den Flugplatz Mollis nimmt der Kanton zudem eine Richtplananpassung vor, die die Grundlagen für die vorgesehenen Arbeitsplatzgebiete schafft.

Versorgung mit Steinen und Erden

Der Kanton trägt die Verantwortung dafür, dass Erweiterungen von Abbaustellen mit gewichtigen Auswirkungen auf Raum und Umwelt dem Bund im Rahmen einer Richtplananpassung rechtzeitig zur Prüfung und Genehmigung eingereicht werden.