Generalversammlung – Glarner Baumeisterverband

Die Auftragsbücher sind voll, doch der Ertrag ist gering. So kann man die derzeitige Lage der Glarner Baumeister beschreiben. Die angespannte Wirtschaftslage durch die unsichere Weltlage, Beschaffung von teuren Baumaterialien und nicht zuletzt der Druck der Billigkonkurrenz geben dem Glarner Baumeisterverband Anlass zur Sorge.



Präsident Stephan Gnädinger durfte im Glarnerhof eine stattliche Anzal Mitglieder und Gäste begrüssen. (Bilder: e.huber)
Präsident Stephan Gnädinger durfte im Glarnerhof eine stattliche Anzal Mitglieder und Gäste begrüssen. (Bilder: e.huber)

Präsident Stephan Gnädinger durfte im «Glarnerhof» eine stattliche Anzal Mitglieder und Gäste begrüssen. Darunter auch Baudirektor Regierungsrat Thomas Tschudi, Gemeindepräsident von Glarus Peter Aebli sowie die Gemeinderäte Eva-Maria Kreis (Glarus) und Bruno Gallati (Glarus Nord). Die Traktandenliste gab nicht viel zu reden. Die verschiedenen Punkte wurden einstimmig von den Mitgliedern verabschiedet.

Regierungsrat Thomas Tschudi überbrachte die Grüsse der Regierung. Strassen sind im Kanton Glarus ein immer wiederkehrendes Thema. Die Regierung und alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck an einer guten Lösung. Das kann nicht von heute auf morgen geschehen, aber es geht vorwärts. So wird zum Beispiel die Busspur zwischen Näfels und Netstal als eines der nächsten Projekte bewerkstelligt, damit der öffentliche Verkehr besser und ohne Zeitverlust fliesst. Die notwendigen flankierenden Massnahmen (Veloweg zwischen Näfels und Netstal) werden zeitnah in Angriff genommen.

Auch Peter Aebli, Gemeindepräsident von Glarus, betonte die Wichtigkeit der Glarner Bauunternehmer. Verschiedene Grossprojekte stehen an. Sodass auch die Wirtschaft davon profitieren kann. Im Kanton sind die Wege kurz, man kennt sich und das erleichtert die Zusammenarbeit.

Michael Kehrli, Vizepräsident des schweizerischen Baumeisterverbands, erklärte in einem Kurzreferat Allgemeines zu Führung und Tätigkeit sowie zukünftige Projekte und deren Umsetzung. Ein wichtiger Punkt des SBV sei auch der Dialog mit den Gewerkschaften. Die sei nicht immer einfach.

Anschliessend beendete Stephan Gnädinger den offiziellen Teil der Versammlung. Nach einem kurzen Apéro durfte er noch Dr. iur. Bernhard Heusler zu einem Referat begrüssen. Thema «Ein Team gewinnt immer». Dabei ging es um Führung. Bernhard Heusler war 8 Jahre lang Präsident des FC Basel und hat mit seinen 8 Meistertiteln bewiesen, dass ein guter Führungsstil zum Erfolg führt. Wichtig ist es, ein Team zu sein, und zwar in seiner Gesamtheit. Dies gilt selbstverständlich nicht nur im Fussball. Auch eine Baufirma kann ein gutes Team sein. Ein Team arbeitet zusammen, unterstützt, hilft. Wichtig ist auch eine gute Stimmung. Auch wenn einmal etwas schiefläuft, man setzt sich zusammen, analysiert und verbessert sich. Bernhard Heusler verstand es, mit einfachen Worten und Bildern dieses Thema zu veranschaulichen. So manch einer musste ihm recht geben.

Nach über 3 Stunden hatten sich die Mitglieder und Gäste das Abendessen verdient.