Generationswechsel bei der GESKA und der Glarner Milch

Beim einzigen Schabzigerproduzenten der Welt übernimmt die nächste Generation das Szepter. Nach zehn Jahren übergab an diesem Montag Johannes M. Trümpy das Amt des CEO der GESKA an seine Tochter Sarah; und der gleiche Posten bei der Glarner Milch AG an Mathias Zobrist.



Mathias Zobrist; der neue CEO der GESKA AG
Mathias Zobrist; der neue CEO der GESKA AG

Nach dem 550-Jahr-Jubiläum des Glarner Schabzigers im letzten Jahr ist die erfolgreiche Nachfolgeregelung ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der GESKA AG. Es war Johannes M. Trümpy schon immer ein Anliegen, das Unternehmen auch in Zukunft als Familienbetrieb zu erhalten. So wurde Sarah Trümpy seit zwei Jahren schrittweise in das Amt des CEO eingeführt. Dank ihrer breit gefächerten Ausbildung in Marketing, Verkaufsleitung und ihrem Abschluss des Executive MBA Marketing an der HWZ Zürich ist sie bestens auf ihr Amt als CEO in der Schabzigerfabrik vorbereitet. Die beruflichen Erfahrungen sammelte die 39-Jährige in verschiedenen leitenden Funktionen und bei namhaften Unternehmen, wie etwa dem Migros Genossenschafts-Bund oder der Valora AG. «Ich freue mich sehr auf die neue Verantwortung bei der GESKA AG», sagt Sarah Trümpy.

Mit einer klar festgelegten Strategie und viel persönlichem Engagement will Sarah Trümpy das Unternehmen weiter im Markt verankern: «Der Glarner Schabziger ist und bleibt ein einzigartiges Produkt. Unsere Strategie setzt einerseits auf die klare Fokussierung auf unsere Schlüsselmärkte Schweiz, Deutschland und Holland. Andererseits setzen wir auf Innovation und Qualität, wenn es um unsere Produkte geht. Das zeigt zum Beispiel die erfolgreiche Einführung des Glarner Grüessli und neu die Weiterentwicklung dieses Produkts zu saisonalen Spezialvarianten», so Sarah Trümpy.

Starke Partnerschaft

Mathias Zobrist, der neue CEO der GLMAG, ist ebenfalls bestens für seine neue Aufgabe gewappnet. Er ist ausgebildeter Lebensmittelingenieur FH und hat als Projektleiter und Mitglied der Geschäftsleitung bei der GESKA AG und der GLMAG seit 2009 Erfahrungen gesammelt. «Ich bin sehr glücklich damit, dass wir mit meiner Tochter und Mathias Zobrist die ideale Lösung für meine Nachfolge gefunden haben», erklärt Johannes M. Trümpy.

Die offizielle Übergabe der beiden CEO-Ämter erfolgte am 20. Januar 2014 im Rahmen einer Medienkonferenz. Indes soll die Zusammenarbeit zwischen der GESKA AG und der GLMAG weiter intensiviert werden. Beste Voraussetzungen dafür bilden die neuen Anlagen der Glarner Milch AG. Sie wurden in das bis anhin alleine von der GESKA AG genutzte Produktionsgebäude integriert. «Durch den Standort der neuen Rohzigerproduktion im gleichen Gebäude wie die Schabzigerfabrik, können wir die Synergien mit den beiden Firmen maximal ausschöpfen», so Mathias Zobrist. Zum Neubau gehört auch ein modernes Besucherzentrum. «Die Anlagen sind so konstruiert, dass Besucher einen direkten Einblick in alle Schritte der Schabzigerproduktion erhalten. Das macht die Herstellung des Glarner Schabzigers besonders erlebbar», sagt Zobrist. Die Möglichkeiten der neuen Produktions-anlagen will der neue CEO künftig noch mehr ausloten und nutzen.

GESKA AG weiter entwickelt

Trotz der erfolgreichen Nachfolgelösung wird sich der bisherige CEO nicht vollständig zurückziehen. Johannes M. Trümpy wird seine Erfahrung noch für weitere Jahre zusammen mit seinem Partner und Schwager Rudolf Zobrist-Trümpy im Verwaltungsrat der GESKA AG einbringen. Der gebürtige Glarner Johannes M. Trümpy hatte das Unternehmen 2003 übernommen und erfolgreich weiter entwickelt. Mit einer neuen Marketing-Strategie, innovativen Produktideen und einem modernen Erscheinungsbild konnte er Akzente setzen, neue Konsumenten überzeugen und eroberte damit national und international neue Märkte.

Kanton und Bund fördern ältestes Markenprodukt

Auch der Kanton Glarus ist über die erfolgreiche Entwicklung des Glarner Schabzigers erfreut. Schliesslich ist das älteste Markenprodukt der Schweiz ein wichtiger Bestandteil der Glarner Geschichte, Kultur und Wirtschaft. So war Dr. Marco Baltensweiler, Leiter des Amtes für Land-wirtschaft des Kantons Glarus, an der Medienkonferenz vom 20. Januar mit dabei und informierte die Medien über das «Projekt zur regionalen Entwicklung Chäs und Ziger» (PRE Chäs und Ziger). Im Rahmen dieses Projekts hatten Bund und Kanton den Neubau der Glarner Milch AG finanziell mit einem beträchtlichen Beitrag unterstützt. Das Ziel von «PRE Chäs und Ziger» ist es, die Milchproduktion und -verarbeitung im Glarnerland zu fördern. Dem Glarner Schabziger fällt dabei eine zentrale Rolle zu.