Geschäftsbericht der GLKB und das Klausenrennen 2006

In seiner äusserst kurzen Sitzung hatte der Landrat am Mittwoch unter anderem auch über den Geschäftsbericht, sowie über die Verwendung des Jahresgewinnes der Glarner Kantonalbank zu befinden.



Der Landrat genehmigte den Geschäftsbericht 2006 der GLKB; Thema das Klausenrennen (Bild; jhuber)
Der Landrat genehmigte den Geschäftsbericht 2006 der GLKB; Thema das Klausenrennen (Bild; jhuber)

Die Glarner Kantonalbank wird von einer ausgewiesenen schweizerischen Institution als eine der führenden und innovativsten KMU-Bank der Schweiz eingestuft. Dies sei aber nur Dank dem grossen Einsatz und dem Engagement der Mitarbeiter der Bank möglich. Dafür spreche auch das gute Ergebnis mit einem Bilanzgewinn von 19.,160 Mio Franken, so Landrat Peter Müller Näfels.

Sicherheit auch bei ungedeckten Krediten

Weiter stellte er aber fest, dass ihn die hohen ungedeckten Kredite stören und er stellt die Frage, ob die Regierung darüber sporadisch informiert werde. Im weiteren stellte er die Frage nach der Verabschiedung der Staatsgarantie. Nach Aussage von Finanzdirektor Rolf Widmer würden diese Risiken von vielen kompetenten Stellen geprüft aber es sei klar, dass langfristig solche Risiken den Regierungsrat interessiere. Erste Gespräche mit dem Bankrat seien in dieser Hinsicht bereits geführt worden und auch über die Staatsgarantie sei gesprochen worden. Bankenpräsident Mathias Jenny ergänzte, dass auch bei den ungedeckten Krediten stets gewisse Sicherheiten vorhanden seien. Diese dürften aber offiziell nicht aufgeführt werden. Bezüglich Staatsgarantie informierte er, dass nach wie vor die meisten Kantone eine solche hätten. In der Folge genehmigte der Rat den Geschäftsbericht 2006 und erteilte den Bankenorganen Entlastung.

Verwendung des Jahresgewinnes

Nach Ansicht von Landrat Thomas Kistler sei die Ablieferung von 7 Millionen Franken an den Kanton nicht genügend, da die Zuweisung an die offenen Reserven von 8.31 Mio Franken, was 43.1 Prozent des Bilanzgewinns entspricht, zu hoch. Hier werde das gesetzliche Minimum von 35.0 Prozent deutlich überschritten. Hier könnten dem Kanton bei entsprechender Korrektur bis zu 1.8 Mio Franken mehr zugesprochen werden. Nach Worten von Mathias Jenny stärke die höhere Zuweisung an die offenen Reserven die Eigenmittel und fördere so das Wachstum der Bank. Während im Jahre 2003 die Bank noch 3 Mio Franken an den Kanton überwies, seien das heute ja bereits 7 Mio Franken, also eine schöne Steigerung. Er wies auch darauf hin, dass die GLKB in der Kreditvergabe auch ausserhalb des Kantons sich stets am Wettbewerb orientiere und keine „Dumpingzinsen“ anbiete. In der abschliessenden Abstimmung entschied die Mehrheit aus CVP, FDP und SVP für dem offiziellen Vorschlag.

Gestaltung des Geschäftsberichtes der GLKB

Dieses Jahr widmete sich der Geschäftsbericht der Kantonalbank dem Klausenrennen vom vergangenen Jahr. In vielen Seiten mit hervorragenden Fotografien wird nochmals auf dieses, für den Kanton sehr werbeträchtige Ereignis, zurückgeschaut. Die GLKB war in den beiden letzten Austragungen stets Hauptsponsor dieser Veranstaltung . Das sich der jeweilige Geschäftsbericht der GLKB einem speziellen Thema widmet hat bereits Tradition. Frau Esther Feldmann, Leiterin Marketing und Kommunikation der GLKB, erklärte glarus24, dass im vergangenen Jahr Wasser das zentrale Thema im Geschäftsbericht 2005 war. Weitere Themen waren unter anderem „Sound of Glarus“ oder „New Glarus“ um nur zwei zu nennen. Man werde diese Tradition auch in den kommenden Jahren weiterführen. Mit Stolz wies Esther Feldmann darauf hin, dass das Swiss Banking Yearbook 2006 / 2007 den Geschäftsbericht der Glarner Kantonalbank mit dem Thema "Glarner Wasser" zusammen mit den Geschäftsberichten der Bank Sarasin und der Clariden Bank mit "The Best of" ausgezeichnet hat. Man freue sich über soviel Ehre und werde auch in Zukunft alles daran setzen, Glarner Themen auf höchstem Niveau zu präsentieren.

Der neuste Geschäftsbericht kann in allen Filialen und dem Hauptgeschäft der Glarner Kantonalbank kostenlos bezogen werden. Auch wer sich nicht ausschliesslich für Zahlen interessiert sei dieser Bericht mit dem Thema Klausenrennen bestens empfohlen.