Geschichte und Geschichten rund um das Linthwerk

Am 25. April geht Kultur 2012 an die frische Luft, den dann lädt Steve Nann zur Linth-Tour ein. Der geschichtliche Rundgang bringt den Teilnehmern auf dem Weg zwischen Näfels und Weesen das Linthwerk und damit den Linth- sowie den Escherkanal näher.



Dass das Programm von Kultur 2012 sehr vielseitig ist, zeigt sich am 25. April wieder ganz deutlich. Denn statt auf einem Stuhl in einem Saal eine kulturelle Darbietung zu Artikelgeniessen, heisst es an diesem Samstag persönlich auf einen geschichtlichen Rundgang zu gehen. Steve Nann, Bereichsleiter Gesundheit, Jugend und Kultur, bringt den Teilnehmern dabei das für den Kanton Glarus, aber auch für die ganze Linthebene bedeutende Linthwerk und die beiden Kanäle näher. «Im Rahmen der gross angelegten Sanierung hat man auch neue Erkenntnisse zum Linthwerk erhalten», meint Nann dazu. Des Weiteren weiss er, dass viele Halbwahrheiten und grundlegend falsche Geschichten rund um die Kanäle kursieren. «So stimmt es einfach nicht, dass im Glarnerland und im Linthgebiet vor der Korrektur die Malaria grassierte.» Oder es ist erwiesen, dass bereits vor Hans Konrad Escher Pläne für eine Korrektur vorgelegen sind. «Damals war das Projekt dem Staat allerdings zu teuer.»

Die zahlreichen Aspekte des Mamutprojekts gibt Nann dabei live vor Ort den Interessierten weiter, damit sie sich ein eindrückliches Bild machen können. «Das ist wohl noch eine Folge meines Lehrerberufes.» Denn schon in seiner Zeit als Sekundarlehrer unterrichtete er die Fächer Biologie oder Geografie lieber vor Ort als im «muffigen» Klassenzimmer. Dabei sei das Linthwerk für eine Wanderung mit dem geringen Gefälle sehr angenehm. Bei schönem Wetter startet die Linth-Tour um 09.00 Uhr auf dem Parkplatz der lintharena Näfels und endet in Weesen, wo ein kleiner Apéro gereicht wird. Mit Shuttel-Bussen werden die Teilnehmer anschliessend wieder zur lintharena gebracht. «Sollte das Wetter schlecht sein, starten wir wahrscheinlich in Weesen, damit wir den Apéro im Trockenen, in der lintharena, geniessen können.» Die Teilnahme ist dabei kostenlos, dafür die Anzahl beschränkt. «Irgendwann kommt meine Stimme einfach an den Anschlag.» Eine Anmeldung ist deshalb von Vorteil.

Anmeldung unter E-Mail: [email protected]; Telefon 055 618 70 70; und am Empfang der lintharena.