Geschichte zum Anpacken

Die Letzimauer in Näfels wird untersucht und instand gesetzt.

Unter der Leitung von *Archäologe Jakob Obrecht haben am Samstag 22 Personen aus den *Rotaryclubs Glarus und Linthebene einen Abschnitt der Letzi an der Rauti freigelegt.



Unter der Leitung von *Archäologe Jakob Obrecht haben am Samstag 22 Personen aus den *Rotaryclubs Glarus und Linthebene einen Abschnitt der Letzi an der Rauti freigelegt.
Unter der Leitung von *Archäologe Jakob Obrecht haben am Samstag 22 Personen aus den *Rotaryclubs Glarus und Linthebene einen Abschnitt der Letzi an der Rauti freigelegt.

Nach dem Entfernen der Sträucher, Moose und Gräser wurde die Mauer fotografiert, um den heutigen Zustand festzuhalten. Nachher wurden alle losen Steine entfernt und seitlich deponiert, um dann mit Pickel und Schaufel auf der Nordseite in die Tiefe zu graben. Auf ca. 1 Meter unterhalb der bestehenden Mauer stiess man auf den Sockel der Mauer aus dem 14. Jahrhundert. Die Letzi muss viel breiter gewesen sein als die heutige Mauer, die wahrscheinlich , nachdem die eigentliche Letzi als Steinlieferant für Fundamente von Wohnhäusern abgetragen wurde, nur als Grundstücktrennung erhalten blieb. Beim Bau der Bunker im 2. Weltkrieg wurden nochmals weitere Teile eingeebnet.

In den nächsten vier 4 Wochen wird nun der Archäologe die Mauer genau untersuchen und das Erdreich so tief entfernen, dass er das eigentliche Fundament bestimmen kann. Die Arbeit wird dann dokumentiert zuhanden des Kantons, Amt für Kultur, deren Leiter Dr. Fritz Rigendinger tatkräftig an der Reinigung dabei war.

Nach all diesen Untersuchungen wird die Mauer als Trockensteinmauer mit den alten Steinen wieder aufgebaut. In einem Kurs der Stiftung Umwelt-Einsatz Schweiz leitet Hans-Karl Gerber der Spezialist für Trockenmauern die Arbeiten Anfang November. In Ennenda hat er erfolgreich die Trockensteinmauern mit Zivilschutzpflichtigen wieder aufgebaut.

Am Samstag 7. November werden am Schulungstag des Distrikts 2000 umfassend die Kantone Zürich, St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen, Appenzell, Graubünden, Glarus und dem Fürstentum Liechtenstein, in einem symbolischen Akt die fehlenden Steine vom Rautibord von den 75 neuen Clubpräsidenten zur Baustelle getragen. Der neue Governor Dr. Bruno Glaus Uznach hilft zuvorderst mit.

Vorher, am Samstag, 3. Oktober 2009 um 14 Uhr sind die Freunde der Geschichte von Näfels zusammen mit der Bevölkerung eingeladen die Mauer zu besichtigen.

*Jakob Obrecht, Füllinsdorf, Archäologe hat die Sondiergrabungen an der Letzimauer in Rothenthurm 1999 und 2009 im Auftrag des Amts für Kulturpflege des Kantons Schwyz geleitet. Mit seinen Kenntnissen zur Konservierung von Burgruinen wurde er als Berater bei der Vorburg in Oberurnen beigezogen.

*Rotary ist ein globales Netzwerk von Clubmitgliedern aus allen Berufen, die sich zusammen gefunden haben, um im Freiwilligeneinsatz humanitäre Dienste zu leisten, ethisches Handeln zu propagieren und sich für die internationale Verständigung einzusetzen. Der weltweite Einsatz im PolioPlusProgramm, gegen Landminen (Mine-Ex) und für sauberes Wasser sind an erster Stelle zu erwähnen.

Der Club Glarus wurde letztes Jahr 75 Jahre alt und hat zum Jubiläum aus der ganzen Schweiz Gäste ins Glarnerland eingeladen. Der Club Linthebene gegründet 1998 hat Mitglieder aus dem Gaster, der March und dem Glarner Unterland.