Gesegnetes Antonius-Brot und eine herzhafte Suppe

Wie an zahlreichen anderen franziskanischen Kirchen wurden am diesjährigen Antoniusfest im Kloster Näfels auch Antonius-Brötchen gesegnet und an die Gläubigen verteilt. Nach der Andacht in der Klosterkirche waren die Besucherinnen und Besucher zu einer schmackhaften Suppe auf die Klosterterrasse eingeladen.



Beim Austeilen der Klostersuppe (Bilder: zvg)
Beim Austeilen der Klostersuppe (Bilder: zvg)

Der alte Brauch des Antonius-Brotes als Zeichen des Dankes und der Hilfe für Bedürftige beruht auf einer Begebenheit aus dem Leben des Heiligen Antonius. Der Überlieferung nach fiel der zweijährige Sohn einer Mutter in Padua in einen Wasserbehälter und wurde leblos aufgefunden. In ihrer Verzweiflung betete die Mutter zum heiligen Antonius und versprach, den Armen so viel Brot zu schenken, wie ihr Kind wiege, falls es überlebe. Das Kind wurde gerettet, und die Mutter erfüllte ihr Versprechen.

Bereits zur Tradition geworden ist auch der gemeinsame Suppen-Zmittag nach der Antonius-Andacht. Zahlreiche Gläubige folgten der Einladung der Franziskaner und genossen auf der Klosterterrasse eine herzhafte Suppe in geselliger Atmosphäre. Bei angenehmen Temperaturen und unter freiem Himmel bot sich Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen. Für zusätzliche Stimmung sorgte die lüpfige musikalische Umrahmung, die den Anlass bereicherte und von den Gästen sehr geschätzt wurde.

Vor der Andacht fand eine Hinführung zur Andacht für Menschen anderer Konfession oder Religion statt, nach dem Suppen-Zmittag lud Br. Paul Zahner zu einer offenen Klosterführung ein. Mitorganisiert wurde der Anlass von den Freunden des Franziskanerklosters Näfels.