Gina Landolt und André Eberhard setzen die Glarnermeister-Krone auf

Optimale Bedingungen, diverse Abwesenheiten und gute Ergebnisse prägten die diesjährige Kleinkaliber-Glarnermeisterschaft. Gina Landolt (liegend) und André Eberhard (Dreistellung) sicherten sich die Titel.



Mischa Armati (links) und René Müller (rechts) umrahmen die beiden Glarnermeister Gina Landolt und André Eberhard. (zvg)
Mischa Armati (links) und René Müller (rechts) umrahmen die beiden Glarnermeister Gina Landolt und André Eberhard. (zvg)

Am Samstag fand in Näfels die Kleinkaliber-Glarnermeisterschaft der Elite statt. Erstmals kämpfte der Glarner Nachwuchs nicht am selben Tag wie die Elite, da ein Teil der Junioren und Juniorinnen am Shootingmasters weilte. In Näfels herrschten top Bedingungen, wonach eigentlich alles für spannende Titelwettkämpfe angerichtet gewesen wäre. Getrübt wurde der Wettkampf wegen einiger Absenzen. Unter anderem fehlten Tim Landolt, Andreas Stüssi oder auch Rolf Lehmann – allesamt Titelkandidaten.

Armati verpasst erneut

Durch die Absenz des Favoriten Tim Landolt wäre für Mischa Armati alles angerichtet gewesen, um den Liegendtitel endlich zu gewinnen. Der Linthaler verpasste trotz eines sehr guten Matches die Goldmedaille trotzdem. Armati überzeugte mit sehr guten 619,3 Punkten. Vor allem in den letzten zehn Schuss brillierte er mit 105,1 Punkten. Durch die Abwesenheit des Näfelsers und der anderen Titelkandidaten hätte dies zu Gold reichen müssen, wäre da nicht die zweite Landolt gewesen. Gina Landolt vertrat ihren Bruder diskussionslos. Die Näfelserin schoss sich mit 620,6 Ringen zum Meistertitel. Einzig in der fünften Passte wankte die Überlegenheit kurz (103,3, 103,7, 103,9, 103,2, 102,2, 104,3). Rang drei ging an André Eberhard mit 614,0 Zählern vor Peter Armati und René Müller (beide 607,9). Rang 6 sicherte sich Fritz Stucki (600,5) vor Andreas Meier (598,3) und Gianni Albert (575,5).  

Das Kniendschiessen machte den Unterschied

Nicht nur beim Liegendmatch fehlten die Titelanwärter, auch beim Dreistellungsmatch (kniend, liegend, stehend) über je 20 Schuss war der Ausgang des Matches somit voraussehbar. Aufgrund des Leistungsniveaus musste der Titel in der Königsdisziplin über Mischa Armati oder André Eberhard führen. Letzterer legte den Grundstein zum Erfolg in den ersten zwanzig Schuss auf dem Knie. Der Mitlödner schoss mit 194 Punkten fünf Zähler mehr als sein Verfolger. Der spätere Dritte, René Müller, büsste in dieser Disziplin mit 173 Punkten bereits zu viel an Terrain ein. Beim Liegendteil konnte Armati mit 197 Punkten nur einen Zähler an Boden gutmachen, ehe er diesen beim Stehendschiessen mit 182 Ringen wieder verlor. André Eberhard gewann mit 573 Punkten vor Mischa Armati (568) und René Müller (548). Der Näfelser hielt mit 195 Liegend- und 180 Stehendpunkten gut mit dem Gold- und Silbermedaillengewinner mit. Gianni Albert klassierte sich mit 477 Ringen neben dem Podest.      

Resultate

Liegendmatch:
1. Gina Landolt Näfels, 620,6 Punkte. 2. Mischa Armati Linthal, 619,3. 3. André Eberhard Mitlödi, 614,0. 4. Peter Armati Luchsingen, 607,9 (101,2). 5. René Müller Näfels, 607,9 (101,1). 6. Fritz Stucki Schwanden, 600,5. 7. Andreas Meier Bilten, 598,3. 8. Gianni Albert Niederurnen, 575,5.

3-Stellungsmatch:
1. André Eberhard Mitlödi, 573 (194/196/183). 2. Mischa Armati Linthal, 568 (189/197/182). 3. René Müller Näfels, 548 (173/195/180). 4. Gianni Albert Niederurnen, 477 (167/182/128).