Glarner FDP sagt Nein zur Chaos-Initiative und Ja zum Zivildienstgesetz

An der Delegiertenversammlung vom 27. Mai 2026 im Restaurant Trigonella in Ennenda fasste die FDP des Kantons Glarus die Parolen zu den eidgenössischen Abstimmungen vom 14. Juni 2026. Die Freisinnigen lehnen die Chaos-Initiative klar ab und unterstützen die Änderung des Zivildienstgesetzes.



Glarner FDP sagt Nein zur Chaos-Initiative und Ja zum Zivildienstgesetz

In einem von Co-Präsident Remo Goethe moderierten Streitgespräch standen sich Ständerat und FDP-Schweiz-Präsident Benjamin Mühlemann (Nein) und SVP-Landrat Peter Rothlin (Ja) gegenüber. Die FDP anerkennt die Sorgen der Bevölkerung. Verstopfte Strassen und Züge oder teurer Wohnraum sind reale Probleme. Die Debatte an der Delegiertenversammlung zeigte jedoch deutlich: Die Chaos-Initiative löst kein einziges dieser Probleme. Im Gegenteil: Ein starrer Bevölkerungsdeckel in der Verfassung liesse sich faktisch nur mit einem Kontingentsystem umsetzen und würde einen brutalen Verteilkampf um Fachkräfte zwischen Stadt und Land, zwischen Spitälern, Pflege, KMU und Landwirtschaft auslösen. Die FDP ist überzeugt, dass die effektivste und liberale Antwort auf Zuwanderungsfragen in der konsequenten Förderung des inländischen Fachkräftepotenzials liegt und nicht in populistischen Schnellschüssen. Die Delegierten folgten dieser Argumentation mit klarer Nein-Parole bei lediglich einer Ja-Stimme.

Klares Ja zum Zivildienstgesetz

Beim zweiten Traktandum, der Änderung des Zivildienstgesetzes, bestand wenig Diskussionsbedarf. Regierungsrat Christian Marti erläuterte die Vorlage, die sicherstellen soll, dass der Zivildienst eine verfassungskonforme Ausnahme bleibt und nicht zur freien Alternative zum Militärdienst wird. Angesichts der sicherheitspolitischen Lage unterstützt die FDP die Stärkung des Armeebestands. Die Delegierten sprachen sich mit klarer Mehrheit bei nur einer Enthaltung für die Ja-Parole aus.