Glarner FDP sagt zweimal Nein

Die Delegierten der Glarner FDP fassten vergangene Woche in Ziegelbrücke klare Parolen zu den eidgenössischen Abstimmungen vom 8. März 2015.



CVP-Landrätin und Gemeinderätin Andrea Fäs-Trummer stellte den FDP-Delegierten die Initiative ihrer Partei für «Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen» vor. «Kinderzulagen zu besteuern ist unsinnig», sagte Fäs. Diese Zulagen sollen den Familien zugutekommen. Die Kontra-Position vertrat BDP-Nationalrat Martin Landolt. Für ihn ist die CVP-Initiative die falsche Massnahme und ein reiner Kostenfaktor. Stattdessen solle der Staat die Teilzeitarbeit und familienergänzende Betreuung fördern. Unterstützt wurde Landolt von Ständerat Thomas Hefti. Die Freisinnigen folgten den Empfehlungen der beiden Bundesparlamentarier und sagten bei einer Enthaltung einstimmig Nein zur CVP-Initiative.

Nein zur Initiative «Energie- statt Mehrwertsteuer»

Lorenzo Conte, Vorstandsmitglied der Grünliberalen des Kantons Glarus, versuchte die Freisinnigen von der Volksinitiative «Energie- statt Mehrwertsteuer» zu überzeugen. Vom Wegfall der bürokratischen Mehrwertsteuer würden KMUs besonders profitieren, erklärte Conte. Gleichzeitig würden Anreize geschaffen, um erneuerbare Energien zu stärken und damit den Atomausstieg zu ermöglichen. Eine ganz andere Meinung vertrat FDP-Ständerat Thomas Hefti. Die Initiative schaffe neue Probleme und sorge für Wettbewerbsverzerrung. Die Mehrwertsteuer sei die wichtigste Einnahmequelle des Bundes. Diese zu ersetzen sei ein Abenteuer, was man nicht eingehen dürfe, so Hefti weiter. Die anwesenden Freisinnigen waren derselben Meinung und fassten auch bei dieser Vorlage einstimmig die Nein-Parole.