Glarner geben Stoff am Stadt-Open-Air

Internationale, nationale und regionale Musik – dafür steht das Stadt-Open-Air «GLKB Sound of Glarus». Das Rezept für den Erfolg des Grossanlasses beruht in erster Linie auf dem Engagement und der Toleranz der Glarnerinnen und Glarner. Vor allem deshalb können Besucherinnen und Besucher vom 28. bis 30. August wieder auf ein Fest für alle von allen zählen.



Der Erfolg des Stadt-Open-Airs «GLKB Sound of Glarus» beruht in erster Linie auf dem Engagement und der Toleranz der Glarnerinnen und Glarner. (Bild: zvg)
Der Erfolg des Stadt-Open-Airs «GLKB Sound of Glarus» beruht in erster Linie auf dem Engagement und der Toleranz der Glarnerinnen und Glarner. (Bild: zvg)

Damit die Musikerinnen und Musiker für heisses Pflaster auf dem Glarner Rathausplatz sorgen und Besucherinnen und Besucher das Festival in vollen Zügen geniessen können, übergibt nicht nur die Glarner Kantonsregierung ihren Palast den Künstlern – im Rathaus sind Garderoben und weitere Räume für die Festivalinfrastruktur untergebracht – auch die Kantonsstrasse ist während des Festivals gesperrt. Das alles erfordert nicht zuletzt Toleranz von den Verkehrsteilnehmern, von Anwohnerinnen und Anwohnern, von umliegenden Geschäften sowie von Anbietern und Kunden des Wochenmarkts. Martin Huber von der bergklang gmbh ist sich bewusst: «Dass wir bereits zum siebten Mal einen solchen Grossanlass durchführen dürfen, basiert hauptsächlich auf der hohen Bereitschaft der Glarner Bevölkerung. Dafür danken wir allen Glarnerinnen und Glarnern». Gemeindepräsident Christian Marti ist mit ihm einig: «Ich bin stolz darauf, dass Glarus ein solches Festival durchführen kann und die Bevölkerung seit Jahren mitzieht. Das ist keine Selbstverständlichkeit.»

Glarner Musikexporte am Stadt-Open-Air


Mit Bandit und DJ Freedo Asco geben auch zwei einheimische Künstler mit nationaler und internationaler Ausstrahlung mächtig Stoff in ihrer Heimat. Rapper Patrick Mitidieri alias Bandit veröffentlichte im März sein drittes Album «Für immer» und ist der Glarner Hip-Hop-Export schlechthin. Zusammen mit seiner Band kennt er die Bühne auf dem Rathausplatz wie kein anderer. International für Aufmerksamkeit gesorgt hat der Glarner Produzent Freedo. Mit Rapper Cro landete er den Nummer1-Hit «Traum» in Deutschland und mit Sexion d’Aassaut aus Frankreich holte er ganze fünf Platin-Platten. Die beiden Einheimischen unterhalten das Publikum am Freitagabend: Bandit spielt mit seiner Band um 19.45 Uhr auf der GLKB-Bühne, DJ Freedo Asco legt um 19.00 Uhr in der «Schild»-Bar auf.

Glarner geben Stoff am Stadt-Open-Air


Für noch mehr Glarnerland sorgen auf künstlerischer Seite einheimische Formationen wie die Peppermint Tea Group, DJ Tom, No Limits, The Fucking Thinking Butthell Earshakers und DJ Luca Saredi & Black’em. Sie geben auf der glarnerSach-Bühne und in der «Schild»-Bar ihr Bestes. Aus der erweiterten Region spielen die Rockabilly- Band The Black Barons, Akkordeonzauberer Meiri, das Studententrio Royal Riot und Open Season Soundsystem mit Reggae und Bass. Auch aus organisatorischer Sicht geben die Glarner Stoff: Helferinnen und Helfer, Zivilschutzleistende, das «Kern»-Team und der Bautrupp stammen genauso aus dem Glarnerland wie die engagierten Firmen in den Bereichen Technik, Transport, Festzelte, Getränke und Verpflegung. Auch die Vereine sind aktiv: Die Wiggisschränzer sind für die Festwirtschaft zuständig und der Handballclub Glarus kümmert sich um das Abfallmanagement. Schliesslich bewegt sich auch Festival- und Radio Zürisee-Moderator Markus Stadelmann auf einheimischem Terrain und nicht zuletzt stellen Glarner Haushalte während des Festivals Schlafplätze im Rahmen eines Couch Surfing-Angebots für auswärtige Gäste bereit.