Glarner Hochwildjagd: Abschuss bei der Gämse rückläufig, beim Rotwild ansteigend

Während der diesjährigen Hochwildjagd vom 2. bis 16. September wurden im Kanton Glarus 475 Gämsen (263 Böcke, 161 Geissen, 51 Jährlinge), 137 Rothirsche (77 Stiere, 38 Kühe, 22 Kälber) und 70 Murmeltiere erlegt. Damit ist im Vergleich zum Vorjahr die Jagdstrecke beim Gamswild etwas tiefer und beim Rotwild deutlich grösser ausgefallen.




Insgesamt haben 2013 im Kanton Glarus 381 Jäger das Jagdpatent gelöst (Vorjahr 377) und es wurden für die Hochwildjagd vom 2. bis 16. September 27 (29) Jagdgäste eingeladen, die zusammen 64 (69) Jagdtage bestritten. Damit blieb die Anzahl aktiver Jäger und Jagdgästen gegenüber dem Vorjahr stabil.

Gleich viele Gämsen wie im Vorjahr erlegt


Jeder Jäger durfte zwei Gämsen erlegen, wovon jedoch maximal ein männliches Tier. Der Gesamtabschuss von 475 Gämsen ist etwas tiefer ausgefallen wie im Vorjahr, als die Jäger 498 Gämsen erlegen konnten. Insgesamt wurden heuer 263 (283) Böcke und 161 (175) Geissen sowie 51 (40) Jährlinge erlegt. Während das Geschlechterverhältnis von gut 1,6 erlegter Böcke pro erlegte Geiss vergleichbar mit dem Vorjahr ist, nahm der Anteil der erlegten Jährlinge von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 8 Prozent geringfügig zu.

Herbstjagd auf Hirsche notwendig


Die Jagd auf das Rotwild verlief erfreulich gut, so war die Jagdstrecke mit 137 erlegten Tieren deutlich grösser als die gesamte Strecke während der Hoch- und Herbstjagd im Vorjahr mit 126 Tieren. Geschossen wurden 77 (80) Stiere und 38 (29) Kühe, und 22 (17) Kälber. Damit wurde der geplante Abschuss bei den männlichen Tieren zwar deutlich übertroffen, jedoch konnte der angestrebte Abschuss von rund 200 Tieren noch nicht erreicht werden. Es wird daher auch in diesem Jahr eine Herbstjagd auf das Rotwild notwendig sein mit Schwerpunkt auf der Bejagung des weiblichen und des jungen Rotwildes. Damit sollen die Bestände am Lebensraum in den Wintereinstandgebieten angepasst und so die Schäden am Wald und der Landwirtschaft reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden auch Abschüsse in den Jagdbanngebieten unter Einbezug der Jägerschaft vorgenommen.

Mit 70 erlegten Murmeltieren wurden heuer annährend gleich viele Tiere erlegt als im Vorjahr (77).