Glarner Jungfreisinnige – 2 x Nein, 1 x Ja

Die Glarner Jungfreisinnigen haben die FABI-Vorlage an der Politsession vom 31. Januar 2014 mit nur einer Gegenstimme angenommen. Prognosen des Bundes belegen, dass die Nachfrage im Bereich des Bahnverkehrs in den nächsten Jahren stark zunehmen wird.



Glarner Jungfreisinnige – 2 x Nein
Glarner Jungfreisinnige – 2 x Nein

Die Schweiz muss auf dieses Szenario vorbereitet sein, um in der Zukunft den Ausbau und Unterhalt des Bahnnetzes sicherstellen zu können. Die höhere Nutzungsbelastung führt automatisch zu höheren Unterhaltskosten. Genügender und richtiger Unterhalt ist wiederum essenziell für die Sicherheit im Bahnverkehr. Und weil die Sicherheit an erster Stelle steht, sind Massnahmen zur Förderung dieser notwendig.

Volksinitiative «Gegen Masseneinwanderung»


Mit einer dreiviertel Mehrheit lehnen die Glarner Jungfreisinnigen die Masseneinwanderungsinitiative ab. Die Regelung der Einwanderung durch jährliche Höchstzahlen ist zu wenig gut durchdacht. Ausserdem können nicht alle Einwanderer gleich behandelt werden. Asylbewerber müssen weiterhin als Einzelfall geprüft und behandelt werden. Aus diesem Grund ist eine Verbindung zwischen Asylbewerbern und allen anderen Einwanderern nicht sinnvoll.

Ein wichtiger Punkt ist die Hinfälligkeit der bilateralen Verträge. Die Folgen sind schwer abschätzbar, diese Ungewissheit bezüglich der Beziehung der Schweiz zu der EU, dem wichtigsten Handelspartner, sollte nicht eingegangen werden. Das Erfolgsmodell Schweiz und somit das bewährte Schweizer Wirtschaftsmodell gefährdet werden.

Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache»


Ein ganz klares Nein vergaben die Glarner Jungfreisinnigen an die Abtreibungsinitiative. Eine Annahme der Initiative hätte höchstens geringfügige Prämiensenkungen zur Folge, da Abtreibungen nur 0,03 Prozent der Krankenkassenkosten ausmachen. Zudem werden bereits heute die Abtreibungen oftmals von der Schwangeren selbst bezahlt, da die Franchise noch nicht ausgeschöpft wurde. Würde man vom Solidaritätsprinzip absehen, könnten sich einige Schwangere die Abtreibung nicht leisten, was vermehrt zu ungewollten Kindern führen würde. Die Folgekosten von ungewollten Schwangerschaften sind höher, als das Einsparpotenzial durch die Initiative. Das Solidaritätsprinzip gewährleistet, dass Abtreibungen von qualifizierten Fachkräften durchgeführt werden können und dass dadurch geringe Folgekosten resultieren. Zudem verfügt die Schweiz im europaweiten Vergleich über eine der tiefsten Abtreibungsraten.