In der zweiten Oktoberhälfte des vergangenen Jahres wurde im Saal des Gemeindehauses Ennenda der Kulturpreis des Kantons Garus ans Orchester und dessen Dirigenten Reto Cuonz verliehen. Es waren erhebende Momente, die verdient starke Beachtung fanden. Christina Härter, Co-Präsidentin, schreibt in diesem Zusammenhang von einem Zeitkristall, der für Beständigkeit, Ordnung, Veränderung steht. Das Glarner Kammerorchester, nunmehr 50 Jahre bestehend, lässt sich durchaus mit der Struktur eines solchen Kristalls vergleichen. Stabilität, Lebendigkeit, Kreativität, Besonnenheit und Mut zu Neuem gehören zusammen. Beim Durchlesen der sorgsam zusammengetragenen Fakten wird deutlich, wie Gemeinschaft, gemeinsames Einüben, persönlich Forderndes gelebt wird. Alles, so die Co-Präsidentin, seien Bausteine in einer komplexen, aber harmonischen Struktur. Vieles ist über diese fünf Jahrzehnte hinweg gewachsen, ist etabliert, weckt bei jenen Anteilnahme, die sich mit dem weit gespannten Schaffen befassen.
Reto Cuonz, seit zehn Jahren Dirigent des Orchesters, schreibt bewegend. Einst junger Cellist und gelegentlicher Zuzüger, lernte er das Kammerorchester recht umfassend kennen. Er war es, der dann eine Vielfalt erarbeitete und mit den motivierten Orchesterleuten zu vielfältigsten Aufführungen brachte. Er erwähnt zu dieser Zeitspanne Barockkonzerte, Belcanto-Oper, Jazzabende, Streichersinfoniekonzerte, Beizüge von Solistinnen und Solisten und würdigt damit gleichzeitig das umfassende Erarbeiten und die Kraft, die beim Einüben und dem Gedankenaustausch immer wieder spürbar wird. Er würdigt und verdankt das vielseitige Unterstützen durch die Glarner Kulturförderung und weiterer Kreise. Und er freut sich, mit allen weiterhin unterwegs zu sein.
Es schliessen Berichterstattungen zu verschiedenen Auftritten an. Dazu gehören das Romantische Konzert in der Stadtkirche Glarus und der reformierten Kirche Linthal im April des vergangenen Jahres – unter anderem mit Bruckners Requiem und dem Mitgestalten durch den Song Line Chor Ennenda und das Streichersinfoniekonzert im Gemeindehaus Ennenda.
In diesem Jahr steht am 13. Juni in der Aula der Kanti Glarus ein Konzert mit dem Titel «Junge Glarner Solisten» an. Und nur eine Woche später wird am Glarner Stadtfest mitgetan. Für den Herbst (Oktober/November) ist eine Ausstellung zum 50-jährigen Bestehen des Kammerorchesters in der Landesbibliothek Glarus vorgesehen. Und das Jubiläumskonzert ist auf den 14. November terminiert. Es ist eine Vielfalt, die neugierig macht und hoffentlich starke Beachtung finden wird.
Den Abschluss bilden Hinweise zu Personellem, darin eingeschlossen ist der grosse verdiente Dank. Nach 25 Jahren trat Swantje Kammerecker aus dem Vorstand zurück. Sie präsidierte während 17 Jahren. Nachfolgerinnen wurden die Co-Präsidentinnen Barbara Sulzer und Christina Härter. Peter Ferndriger, langjähriger Konzertmeister, hat ebenfalls demissioniert. Seine Nachfolge übernimmt Marianne Schönbächler. Aus dem Vorstand schieden zudem Gabriel Leuzinger und Claudia Büsser. Leider hatte Reto Cuonz mit gesundheitlichen Problemen derart zu kämpfen, dass Proben ausfielen. Erfreulicherweise geht es wieder besser. Seine einfühlende und kompetente Art ist allerorts geschätzt und anerkannt.
Geprobt wird jeweils am Donnerstag im Personalrestaurant der Netstal Maschinen AG an der Tschachenstrasse in Näfels. Wer sich weiterführend interessiert, wählt www.gko.ch. Neue Musikerinnen und Musiker sind ebenso herzlich willkommen wie neue Mitglieder.

















