Glarner Kantischülerinnen gewinnen den CS Cup 2009

Die Mädchen der Kantiklasse 3eg haben am letzten Mittwoch in Basel den CS Cup 2009 in ihrer Kategorie gewonnen. Die weiteren Klassen aus dem Kanton kämpften sicher genauso engagiert, blieben jedoch fast immer in der Gruppenphase hängen.



Grosser Jubel: Die Klasse 3eg feiert ihren Sieg am Cs Cup 2009. (Bild Jhuber) Bilder vom Turnier der 6. Klasse Oberurnen (Bilder: jhuber) Bilder von Turnier der Klasse 3eg der Kantonsschule Glarus. (Bilder zvg /jhuber)
Grosser Jubel: Die Klasse 3eg feiert ihren Sieg am Cs Cup 2009. (Bild Jhuber) Bilder vom Turnier der 6. Klasse Oberurnen (Bilder: jhuber) Bilder von Turnier der Klasse 3eg der Kantonsschule Glarus. (Bilder zvg /jhuber)

Der CS Cup ist sicher einer der grössten, wenn nicht der grösste Jugendsportanlass. Aus jedem Kanton qualifizieren sich zwölf Mannschaften von der 4. Bis 6. Klasse der Primarschule und den drei Oberstufenklassen, jeweils Knaben und Mädchen. Bei 26 Kantonen macht dies 312 Mannschaften mit je ca. 12 Feldspielern: Macht dies deutlich über 3700 Jugendlichen die auf den zahlreichen Feldern in der Sportanlage St. Jakobpark im Einsatz standen.

Die Null muss stehen!

Eine alte Fussballer-Weissheit behauptet, dass man ein Turnier gewinnt, wegen der Tore die man nicht bekommt und nicht wegen den Toren die man erzielt. Diesen Ratschlag beherzigten die Schülerinnen der Kantonsschulklasse 3eg in Perfektion. Nur gerade ein Goal in der laufenden Spielzeit liessen sie zu und dies erst im Halbfinale. In den fünf Spielen musste die Glarner Torhüterin nicht einmal hinter sich greifen. Und da die Feldspielerinnen ihrerseits in jeder Partie mindestens einmal trafen. Belegten die Kantischülerinnen am Schluss mit dem Punktemaximum den ersten Platz in ihrer Gruppe. Dies war auch bieternötig, denn nur dieser berechtigte den Einzug in den Halbfinal, welcher mit 2:1 ebenfalls gewonnen wurde.

Spannung bis zum Schluss

Das Finalspiel gegen Triengen Hofacker konnte an Dramatik locker mit wichtigen Profi-Partien mithalten. Nach der obligatorischen Spielzeit hatte keine der Mannschaften getroffen und das Penaltyschiessen entscheiden. Nach jeweils zwei verwandelten Elfmetern verwandelte die Glarnerin ihren Strafstoss sicher und ihre Rivalin scheiterte. Die Klasse 3eg hat somit den CS Cup in der Kategorie 9. Klasse Mädchen gewonnen und dies auch mit der Unterstützung der Mädchen der 4. Klasse aus Mitlödi. Diese blieben in der Gruppenphase auf dem Nachbarplatz hängen und jubelten anschliessend ihren Kantonskameradinnen umso mehr zu.

Überraschend an diesem Erfolg ist auch, dass nur rund drei der 11 Spielerinnen eine Lizenz haben, also acht Spielerinnen keinem Fussballverein angehören. „ Die Mädchen haben sich sehr seriös vorbereitet, und mehrmals in ihrer Freizeit selbständig trainiert“, erklärt ihr Turnlehrer Samuel Leuzinger den Grund für den Erfolg. Selbständig agierten sie auch während des Turniers, indem sie zum Beispiel Auswechslungen selber vornahmen.

Viel Einsatz, wenig Glück

Die restlichen Mannschaften aus dem Kanton machten eine gute Figur, konnten sich jedoch mit Ausnahme von den Knaben der vierten Klasse aus Niederurnen nicht für das weiterkommen qualifizieren. Das Halbfinale gegen Taverne- Toricella bedeutete aber auch für sie das aus.

Stellvertreten für den Einsatz und auch das fehlende Glück im entscheidenden Moment kann hier der Turnierverlauf der Knaben der 6. Klasse Oberurnen stehen, welche der Berichterstatter hautnah mit verfolgen durfte. Schon vor dem Auftaktspiel prophezeite ihr Lehrer Lorenzo Conte:“ Am Anfang spielen wir nie sehr gut, dafür stiegern wir uns im Laufe des Turniers.“ Und mit dieser Aussage sollte er rechtbehalten, denn dass Spiel gegen La Chaux-de-Fonds war das schlechteste seiner Schüler. Zwei dumme Fehler führten zu unverdienten 2:1-Startniederlage. Die Anfangseuphorie schien verflogen und die ersten Tränen flossen. Und die Mannschaft fing sich schnell wieder und siegte die zwei folgenden Partien deutlich und diskussionslos. Langsam konnte man sich auch ein Bild von den Stärken der Gegner machen und die mitgereisten Eltern merkten, dass die grossen Brocken noch auf dem Programm standen. Der erste war Biersfelden, welches einige ziemlich grosse und versierte Spieler in der Mannschaft hatten. Mit einer starken Mannschaftsleistung vor allem in der Defensive, wäre auch gegen diesen Gegner ein Sieg oder mindestens ein Unentschieden drin gelegen. Bis eine Minute vor Schluss musste Oberurnen kaum Chancen zugestehen. Doch eben kurz vor Schluss kam es kurz vor dem Strafraum zum Freistoss, welcher unglücklich ins Tor abgelenkt wurde.

Auch nach diesem Dämpfer gingen die Glarner engagiert in das Spiel gegen Kirchberg. Ein sehr attraktives, ausgeglichenes Spiel, jedoch ohne Tore. Somit stand schon vor dem letzten Spiel fest, dass sich die Oberurnen nicht mehr fürs Halbfinal qualifizieren konnten. Ausserdem stand mit Tattes, der momentane Tabellenführer als letzter Gegner aus. Die Moral der Glarner stimmte in der letzten Partie. Auch wenn es um nichts mehr ging, konnten sie dreimal einen Rückstand auf und die beiden Mannschaften trennten sich am Schluss mit 3:3 unentschieden. Für den Turnierzweiten Tattes war es der einzige Punktverlust in der Gruppenphase. Mit ein bisschen mehr Glück in den wichtigen Momenten wäre auch für die 6. Klasse aus Oberurnen der Gruppensieg und das Weiterkommen drin gelegen. „ Es sind hier die besten Mannschaften jedes Kantons vertreten, dass man da auch auf Mannschaften trifft die besser sind, ist ganz normal“, brachte es Conte auf den Punkt.

Mit dem Linien-Bus nach Basel

Eine kleine Überraschung erlebten die Oberurnen, die sowohl mit den Knaben der sechsten und der fünften Klasse am CS Cup teilnahmen, bereits früh am Morgen. Anstatt eines normalen Reise-Car für ein GlarnerBus vor, welcher die Schüler nach Basel chauffierte. Mit dem eigenwilligen Design machte er neben all den normalen Bussen beinahe den Eindruck eines Mannschafts-Cars.