Glarner Kantonalbank: Reingewinn steigt auf 25 Millionen Franken

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) präsentiert ein weiteres sehr gutes Jahresergebnis. Der Betriebsertrag steigt um 10,2 Prozent und der Reingewinn erhöht sich um 14,8 Prozent auf 25,2 Millionen Franken. Die Hypothekarforderungen steigen um 319 Millionen Franken. Die Bilanzsumme klettert um 7,1 Prozent auf 6,404 Milliarden Franken.



Der Betriebsertrag nimmt um 10,2 Prozent auf 81,1 Millionen Franken zu. Der Nettoerfolg im Zinsengeschäft verbessert sich um 1,6 Millionen Franken auf 58,4 Millionen Franken. Der Kommissionserfolg erzielt mit 12,4 Millionen Franken ein Plus von 15,0 Prozent. Höhere Erträge aus dem Wertschriftengeschäft und der GLKB-Kreditfabrik tragen dazu bei. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft reduziert sich um 1,0 Millionen Franken auf 6,3 Millionen Franken. Der übrige ordentliche Erfolg erzielt mit 3,9 Millionen Franken ein sehr gutes Ergebnis. Nebst positiven Bewertungserfolgen auf den Finanzanlagen tragen vor allem namhafte Lizenzerträge aus den Softwareentwicklungen im Business-to-Business-Geschäft zu dieser erfreulichen Entwicklung bei.

Geschäftsaufwand nimmt zu

Der Geschäftsaufwand steigt im Vorjahresvergleich um 5,4 Millionen Franken oder 12,5 Prozent. Der Personalaufwand erhöht sich um 15,6 Prozent auf 30,3 Millionen Franken. Nebst einem weiteren Personalaufbau von 18 Vollzeitstellen nimmt die GLKB im Berichtsjahr zugunsten ihrer Mitarbeitenden eine Einmaleinlage in die Glarner Pensionskasse vor. Zweck dieser Einlage ist die Reduktion der negativen Auswirkungen der von der Pensionskasse beschlossenen Senkung des Umwandlungssatzes. Der Sachaufwand steigt um 7,8 Prozent auf 18,8 Millionen Franken. Höhere Kosten für IT, Marketing und Drittleistungen sind die Hauptgründe für dieses Kostenwachstum. Für die Abgeltung der Staatsgarantie werden wie im Vorjahr 3,0 Millionen Franken bereitgestellt.

Geschäftserfolg und Reingewinn deutlich höher

Abschreibungen auf dem Anlagevermögen nimmt die GLKB im Umfang von 3,7 Millionen Franken vor. Die Vergleichszahlung sowie die Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen für Prozessrisiken aus dem Verantwortlichkeitsprozess gegenüber ehemaligen Organen verbessern das Ergebnis um insgesamt 6,6 Millionen Franken. Die Vergleichszahlung wird für den Ausbau der Reserven für allgemeine Bankrisiken verwendet. Der Geschäftserfolg steigt um 4,5 Millionen Franken oder 17,8 Prozent auf 30,0 Millionen Franken. Der Reingewinn steigt um 14,8 Prozent auf 25,2 Millionen Franken.

Weiteres Wachstum bei den Ausleihungen und den Kundengeldern

Das Kerngeschäft Hypotheken weitet die GLKB für ihr eigenes Buch um 319 Millionen Franken aus. Zusätzlich baut die Bank über ihr Filialgeschäft sowie den Online-Vertriebskanal Hypothekarvolumen für die Kunden der GLKB-Kreditfabrik auf, die nicht bilanzwirksam sind und zur Ertragsdiversifikation beitragen. Die Bilanzsumme steigt um 422 Millionen Franken auf 6,404 Milliarden Franken. Das Wachstum der Ausleihungen wird über Kundengelder und über die Ausgabe von börsenkotierten Anleihen refinanziert. Per 31.12.2019 weist die Bank einen Eigenmitteldeckungsgrad von 235% aus, was deutlich über der spezialgesetzlichen Vorgabe von 165% liegt. Die Leverage Ratio steht bei 8,2%. Auch in dieser Kennzahl wird die gesetzliche Vorgabe von 3% übertroffen.

GLKB-Kreditfabrik erfolgreich im Business-to-Business-Geschäft (B2B)

Mit der GLKB Kreditfabrik übernimmt die Glarner Kantonalbank Dienstleistungen für die Verarbeitung und Verwaltung von Hypotheken für Dritte. Dieses für die Bank noch junge, aber wichtige strategische Standbein wächst durch den Gewinn neuer Mandanten erfreulich. Im Berichtsjahr erwirtschaftete die GLKB Kreditfabrik rund 3,0 Millionen Franken Lizenzgebühren und Kommissionserträge. Die im Vorjahr neu bezogenen Räumlichkeiten für die Mitarbeitenden der GLKB Kreditfabrik im Bahnhofsgebäude in Glarus sind schon sehr gut ausgelastet. Hier plant die Bank im Jahr 2020 bereits einen weiteren Ausbau.

Höhere Dividende und Zuweisung an Stiftung beantragt

Das ausgezeichnete Jahresergebnis und die starke Eigenmittelausstattung ermöglicht es der Glarner Kantonalbank, den Aktionärinnen und Aktionären eine attraktive Dividende auszuschütten. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividende von 1,10 Franken pro Aktie (11% auf dem Nominalkapital), was einer Ausschüttung von 12,7 Millionen Franken oder 50 Prozent des Bilanzgewinns entspricht. Zudem beantragt der Verwaltungsrat, 500 000 Franken des Jahresgewinns an das Sondervermögen der Stiftung der Glarner Kantonalbank für ein starkes Glarnerland zuzuweisen. Mit dem Sondervermögen fördert die Bank Projekte im Kanton Glarus aus den Bereichen Sport, Kultur und Gesellschaft. Die Generalversammlung stimmt am Freitag, 24. April 2020, über die Gewinnverwendung ab.

Kanton Glarus profitiert

Mit der Abgeltung für die Staatsgarantie, der Steuer-Ablieferung und der beantragten Dividendenausschüttung fliessen bei positivem Entscheid der Generalversammlung 16,6 Millionen Franken an die öffentliche Hand, was gegenüber dem Vorjahr einer nochmaligen Steigerung von 1,5 Millionen Franken entspricht. Zusätzlich werden 4,0 Millionen Franken an die rund 3200 Publikumsaktionäre ausgeschüttet. Auf Basis des Jahresendkurses der GLKB Aktie von 33,30 Franken beträgt die Dividendenrendite 3,3 Prozent.